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MEHIDA - Blood & Water

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Artist MEHIDA
Title Blood & Water
Homepage MEHIDA
Label NAPALM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Power Metal Fans aufgepasst! Wer einfach nicht genug von Prog-Power/ Melodic Metal finnischer Prägung bekommen kann, darf bei „Blood & Water“ von MEHIDA bedenkenlos zuschlagen. Allen anderen sei wohl ein wenig zur „Vorsicht“ geraten.

Eine Band steht und fällt mehr oder weniger mit ihrem Sänger, das ist bei einigen Formationen offensichtlicher als bei anderen. MEHIDA aus Finnland sind Paradebeispiel für diese These. Denn ihr neuestes Album „Blood & Water“, welches hauptsächlich im (Prog)-Power Metalbereich anzusiedeln ist, wäre ohne den großartigen Shouter Thomas Vikström (THERION, ex-CANDLEMASS) im Meer der finnischen Konkurrenz schlichtweg untergegangen. Das klingt zunächst einmal furchtbar negativ, ganz so schlimm ist es letztendlich aber doch nicht. Gute Ideen und Ansätze sind zuhauf vorhanden doch die Tatsache, dass der Kopf der Band Keyboarder Mikko Harkin früher bei SONATA ARCTICA (und ex-WINGDOM, KOTIPELTO) das Tasteninstrument bediente, hätte vielleicht noch ausgereifteres Songmaterial erwarten lassen. Das Material erinnert stellenweise an seine ehemalige Truppe und ist absolut sauber und solide gespielt. Wenn man allerdings heutzutage aus der Masse der (finnischen) Powermetal Bands heraus ragen möchte, reicht das alleine nicht aus. Gerade die Ideen, die en masse vorhanden sind, machen das Unterfangen dann doch etwas schwierig, denn gerade diese lassen die Stücke oft etwas überladen wirken und das ein oder andere Mal, will das Ganze dann nicht so rund klingen. Wenn man dieses Problem beim nächsten Album in den Griff bekommt, wird das definitiv eine ziemliche Hammerscheibe. Bei einigen Liedern bekommt man die Kurve, die Stücke sind progressiv und dennoch eingängig – als gutes Beispiel für diese absolut runde Sache wäre z.B. „Guilty“ zu nennen. Angenehme Vocals, SONATA ARCTICA Touch, ein griffiger Refrain, der direkt hängen bleibt und gut ins Ohr geht. Es geht also! So richtig in ein Genre lässt sich „Blood & Water“ (erfreulicherweise) nicht einordnen. „Multitude“ stampft beispielsweise mit geshouteten Vocals zu Beginn ganz schön nach vorne und schwenkt dann wieder in Richtung Prog-Power. Ab und an fühlte ich mich bei einigen Liedern leicht an DREAM THEATER oder ROYAL HUNT erinnert. Wie schon erwähnt reißt der Sänger hier aber alles heraus. Herr Vikström hat einfach die Stimme, die auch aus eher normalem Songmaterial noch etwas richtig fettes machen kann.

Zusammengefasst also ein Werk für Fans des Genres, andere werden damit wohl eher nicht glücklich werden. Man sollte es vielleicht einfach als eine Art Ideensammlung ansehen. Es ist klar erkennbar, zu welchen musikalischen „Spielereien“ die Band im Stande ist. Harren wir also der Dinge, die da noch kommen mögen und hoffen darauf, dass man sich beim nächsten Album weiterhin progressiv aber vielleicht auf weniger Ideen konzentriert und diese dann richtig ausarbeitet. Den Sänger bitte beibehalten, denn da gibt es schon jetzt überhaupt nichts auszusetzen.

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