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MEMORYFX - Returning from Nowhere

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Artist MEMORYFX
Title Returning from Nowhere
Label TOMSON RECORDS
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Ich weiß nicht, wofür das FX in MEMORYFX steht, aber ich denke, die Musiker werden es wissen und beantworten können. Da bin ich mir so sicher, weil die vier Männer hinsichtlich ihrer musikalischen wie ihrer Online-Präsenz überaus nett und sympathisch auftreten. Sie sind Familienväter, Musiker oder Theaterleute seit Klein auf, kennen sich zum Teil schon länger, zum Teil nicht, und haben sicher schon den ein oder anderen Abend gemeinsam in der Kneipe verbracht. Am allerliebsten aber machen sie zusammen Musik. Nach jahrelanger Tour durch Clubs und Partys sowie einer EP im Jahr 2012 nun also ihr Debut Longplayer.

„Returning from Nowhere“ heißt das gute Stück, das ich hier in der Hand halten darf. 11 Songs, im Coverheft nur mit Fotos und kurzen Zitaten daraus angedeutet, auf der Homepage der Band finden sich dann fein säuberlich die Lyrics. Die Musik darauf ist nicht mehr ganz Dorffest (über den Schritt sind MEMORYFX hinaus), aber auch noch nicht ganz Arenarock. Vielleicht wollen sie weiter pushen, um irgendwann richtig große Shows spielen zu können, vielleicht wollen sie aber auch einfach nur Spaß haben bei dem, was sie tun. MEMORYFX spielen Melodic Rock mit starken Akzenten, Beat und Bass. Sänger Andreas‘ Stimme ist deutlich, leicht vibrierend und nasal. Sein Bruder Thomas sitzt am Schlagzeug und drischt mächtig drauf los. Der Bassist heißt Alexander und an der Gitarre ist noch ein Thomas vertreten. Sein bestes Riff hat er in Titel Nr. 10 („The Way“). MEMORYFX arbeiten gerne mit Background Vocals und bis auf den Gitarristen machen da alle fleißig mit. Das verleiht den Stücken mehr Tiefe. Das mehr als sechs Minuten lange „One More Chance“ ist mein emotionaler und musikalischer Liebling. „Steps Up And Down“, hier vor allem die Strophen, folgt direkt danach. Auch sonst kann sich „Returning from Nowhere“ durchaus sehen, entschuldigt bitte: hören, lassen.

Dennoch will ich fair gegenüber anderen Bands sein und muss daher gestehen, dass man MEMORYFX (noch) anhört, dass die Musik ihr Hobby ist, nicht ihr Beruf. Die meisten Songs sind lang, an Ideen mangelt es also nicht. Wie gesagt, bei weitem besser als eine Spaßband, bei weitem noch nicht bei Platinum. Macht weiter so, Jungs! Den einen oder anderen Hit könntet ihr schon landen, da glaub ich dran. Ihr habt Potential …

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