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MENACE BEACH - Ratworld

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Artist MENACE BEACH
Title Ratworld
Homepage MENACE BEACH
Label MEMPHIS INDUSTRIES
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Ein Jahr nach ihrer EP „Lowtalker” legen MENACE BEACH aus Leeds/UK jetzt ihre erste Langrille „Ratworld” nach. MENACE BEACH, das ist das Duo Ryan Needham (Gesang & Gitarre) und Liza Violet (Gesang, Keys & Gitarre), das vom Produzenten Matthew „MJ“ Johnson am Sechssaiter sowie Nestor Matthews (Drums) und Matt Spalding (Bass) unterstützt wird.

Die Dame und ihre vier Herren haben sich Alternative-Rock auf die Fahnen geschrieben, den man in ähnlicher Form auch schon in den Neunzigern gehört hat. Vielleicht erinnert sich auch noch jemand an das Nintendo-Spiel mit einem skateboardenden Helden, das 1990 als „Menace Beach“ in die Läden kam und der Kapelle 2012 ihren Namen gab. Also dann: back to the nineties! Die erste Single „Come On Give Up“ weckt stellenweise Erinnerungen an „Terror Twilight” von den PAVEMENTs, bevor wenig später zum zweistimmigen „Elastic“ die Gitarren schrammeln. „Drop Outs“ kommt entspannt groovend ums Eck, ehe „Lowtalkin“ die Hipshspeed-Punk-Karte spielt. Währenddessen setzt „Blue Eye“ auf minimalistischen weiblichen Gesang und Fuzz-Gitarren, die nahtlos zu „Dig It Up“ überleiten. Hier liegt ein wenig vom frühen PIXIES-Grunge in der Luft, dann geht das orgelige „Tennis Court“ ins Bein und bringt den Kopf zum Nicken. Der Titeltrack „Ratworld“ kommt als nöliger Midtempo-Vertreter daher, wohingegen „Tastes Like Medicine“ erneut auf den eiligen Fuzz-Pop-Zug aufspringt. „Pick Out the Pieces“ ist hingegen ein flirrendes Intermezzo, das vom aufgeräumten „Infinite Donut“ abgelöst wird. Hier lassen die PIXIES nochmals grüßen; bleibt noch „Fortune Teller“, mit dem sich der Fünfer scheppernd verabschiedet.

Auch wenn MENACE BEACH im Norden Englands zuhause sind, hat man doch ein ums andere Mal den Eindruck, es mit einer amerikanischen Combo zu tun zu haben. Der heimische Brit-Pop hat jedoch ebenfalls ganz klar Einfluss auf den Sound der Truppe. Die Neunziger sind unverkennbar hörbar, wurden aber zeitgemäß aufgepeppt. So sparen sich MENACE BEACH zu deutliche Vergleiche mit musikalischen Vorbildern und gehen ihren eigenen, hörenswerten Weg.

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