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MESSER - Die Unsichtbaren

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Artist MESSER
Title Die Unsichtbaren
Homepage MESSER
Label THIS CHARMING MAN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

Im beschaulichen Münster in eine Band zuhause, die man wohl eher in den Häuserschluchten einer Großstadt als in der westfälischen Provinz vermutet hätte. Die Rede ist von MESSSER, die im November mit „Die Unsichtbaren“ ihre zweite Langrille in die Plattenläden gebracht haben. Rund eineinhalb Jahre nach dem Debüt „Im Schwindel“ servieren Sänger Hendrik Otremba und Pascal Schaumburg, Pogo McCartney sowie Philipp Weynberg Post-Punk-Gitarren, Wave-Sounds, Avantgarde und Disco – das Ganze vergleichsweise sperrig und mit jeder Menge Ecken und Kanten.

„Wir beginnen mit dem Stück „Angeschossen.“ teilt Hendrik zu Beginn des Openers zunächst einmal mit, um dann mit knarrenden Krachlatten, unterkühlten Verweisen an die Achtziger und krächzendem Gesang zu gefallen. Mit Tempo schließt sich das hypnotische „Die kapieren nicht“ an, ehe „Tollwut (Mit Schaum vorm Mund)“ auch BAUHAUS-Fans zusagen dürfte und „Staub“ an THE CURE und JOY DIVISION denken lässt. Die letztgenannte Referenzband hat auch einen unüberhörbaren Anteil am tanzbaren „Neonlicht“, während das treibende „Im Versteck der Muräne“ vielleicht am ehesten mit den SKEPTIKERn in Verbindung gebracht werden kann. „Im Tiefenrausch“ nölen Otrembas Vocals zu reduzierten Schrammel-Sounds, bevor „Es gibt etwas“ und „Platzpatronen“ mit verqueren Tonfolgen erneut Gas geben. Das finale „Süßer Tee“ taucht noch einmal tief in die coole Eighties-Ästhetik ein und präsentiert sich dabei vergleichsweise eingängig.

Wobei MESSER mit „Die Unsichtbaren“ von Massenkompatibilität und Mainstream meilenweit entfernt sind. Dafür sind in der Musik der vier Münsteraner zu viele Unwägbarkeiten und Untiefen, blitzt zwischen den Basslinien und Gitarrenhooks zu viel unbändige Wut auf. Und genau das macht dieses Album so interessant und vielschichtig!

 

 

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