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METALLICA - Through The Never (Music From The Motion Picture)

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Artist METALLICA
Title Through The Never (Music From The Motion Picture)
Homepage METALLICA
Label VERTIGO
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.6/10 (23 Bewertungen)

Seit mehr als drei Jahrzehnten mischen METALLICA bereits das Schwermetall-Gewerbe auf. Über 110 Millionen verkaufte Alben sprechen eine deutliche Sprache und man darf wohl behaupten, dass die beiden Gründungsmitglieder James Hetfield (Gesang & Gitarre) und Lars Ulrich (Drums) gemeinsam mit Kirk Hammett (seit 1983 an der Leadgitarre) und Robert Trujillo (Bassmann seit 2003) so ziemlich alles erreicht haben, was man sich als Musiker wünschen kann. Manches in der Bandgeschichte sorgte bei Fans und der Journaille für Kontroversen und so werden sich vermutlich die Geister auch am 3D-Filmspektakel „Metallica -Through The Never“ scheiden, das der Regisseur Nimród Antal („Motel“, „Predators“) für lockere 32 Millionen inszeniert hat.

Die Story ist schnell erzählt: Während eines Auftritts der Kapelle gerät Crewmitglied Trip (gespielt von Dane DeHaan, der u.a. bei „Lincoln“ und „Lawless“ zu sehen war) in ein abstruses Abenteuer, denn ein scheinbar harmloser Kurierjob des Roadies entpuppt sich schon bald als wahre Höllenfahrt… Wenn man ehrlich ist, werden allerdings wohl eindeutig die Konzertaufnahmen im Mittelpunkt des Films stehen. Mit jeder Menge Pyrotechnik, einer aufwändigen Bühnenkonstruktion und der neuesten 3D-Technik, für die bis zu 24 Kameras zeitgleich zum Einsatz kamen, wird die METALLICA-Show , die im vergangenen Jahr bei Gigs in Edmonton (Rexall Place) und Vancouver (Rogers Arena) gefilmt wurde, das Hauptaugenmerk und wesentliche Vergnügen der Metalheads sein. Die dürfen sich im Übrigen auf einen Soundtrack freuen, der 16 Songs enthält, die zweifellos zu den Meilensteinen der Combo zählen. Wie es sich gehört, starten die Mannen mit dem Morricone-Klassiker „The Ecstasy of Gold“ aus dem Western „Zwei glorreiche Halunken“, ehe es mit „Creeping Death“ erstmals amtlich was auf die Mütze gibt und das Publikum einen ersten Gesangseinsatz hat. Der Evergreen „From Whom The Bell Tolls“ schließt sich nahtlos an, bevor das rotzige „Fuel“ blitzschnell folgt. Weshalb bei „Ride The Lightning“ für einen kurzen Moment Hetfiels Mikro ausfällt, wird seine Auflösung im Kino finden und natürlich dürfen beim live immer wieder Gänsehäute garantierenden „One“ die obligatorischen Hubschrauber nicht fehlen. Eine weitere Stage-Granate ist „The Memory Remains“, bei dem traditionell auch die Fans gefragt sind. Der erste Silberling endet mit einem Paukenschlag namens „Wherever I May Roam“ und schon setzt „Cyanide“ den krachenden Reigen auf dem zweiten Datenträger fort. Nach diesem Ausflug in die jüngere Diskografie (der Song stammt vom 2008er „Death Magnetic“, entführt das ausführlich zelebrierte „And Justice For All“ ins Jahr 1988 zurück. Wer gleich darauf „Master of Puppets“ auf die Setlist setzt, sollte sich nicht wundern, wenn die Konzertstätte alsbald einem Hexenkessel gleicht. Abkühlung ist da auch nicht vom brachialen „Battery“ zu erwarten. Klar, dass die Hymne „Nothing Else Matters“ unmöglich fehlen darf und auch „Enter Sandman“ ist unbedingt gesetzt. Gleichwohl hält der Track am Ende noch eine Überraschung bereit, ein bisschen Spannung muss schließlich auch noch fürs Kintopp bleiben. „Hit The Lights“ lässt daraufhin noch einmal temporeich die Krachlatten jaulen, während das pumpende „Orion“ vermutlich den Abspann akustisch begleitet – live klingt der Vortrag auf der Platte nämlich nicht wirklich.

Ein Live-Album im eigentlichen Sinne ist „Through The Never“ auch gar nicht. Die Songs transportieren durchaus eine gewisse Live-Atmosphäre und der Zusatz „Recorded Live“ ist zweifellos korrekt, aber die Scheibe ist ganz klar als Soundtrack zu verstehen. Was ja nicht das schlechteste sein muss und tatsächlich bekommt der geneigte Hörer, einwandfrei produziertes Material auf die Ohren. Am makellosen Sound gibt es nichts zu kritisieren und an der Qualität der Musik sowieso nicht. Schließlich spielen METALLICA hier einige ihrer größten Hits. Was der Film kann, darf dann ab dem 03.10.2013 jeder selbst beurteilen; dann startet das 3D-Picture in den bundesdeutschen Kinos.

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