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MEVADIO - Fresh Kill Daily

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Artist MEVADIO
Title Fresh Kill Daily
Homepage MEVADIO
Label MIGHTY MUSIC
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Der zweite Streich der Dänen MEVADIO nennt sich „Fresh Kill Daily“ und wurde ebenso wie das Debüt im Antfarm Studio von Tue Madsen produziert, was schon mal produktionstechnisch als Prädikat ausgelegt werden kann. Warum sich ein so beliebter Produzent einer doch relativ unbekannten Combo annimmt, könnte an den Nachnamen von vier der fünf Bandmitglieder liegen. Sie tragen nämlich denselben wie ihr berühmter Knöpfchendreher.

Der Dänen-Fünfer hat ein „Modern Metal“-Album eingezimmert, das in der Tradition von Bands wie SOILWORK, HATESPHERE, MNEMIC oder RAUNCHY steht. Allerdings verstehen es die Jungs bis auf wenige Ausnahmen („Ultimate Human Virtues“, „The Propaganda“ und „5 Necessary Kills“) nicht, so eingängige zw. mitreißende Songs wie ihre Genre-Kollegen von z. B. SOILWORK zu schreiben. Zwar erinnern einige Lieder in besonderem Maße an die Schweden (u. a. „Norma Jean“), aber die Refrains von MEVADIO fräsen sich nicht so sehr ins Hirn wie die ihrer offensichtlichen Vorbilder. Laut ihrer Plattenfirma liegt die Musik des Quintetts irgendwo zwischen THE CULT und SLAYER. Ich kann aber weder irgendwo erkennbare Einflüsse der UK-Rocker noch der „Totschläger“ ausmachen.

Insgesamt zeichnen sich alle Songs durch abwechslungsreichen Gesang aus, der zwischen cleanen und growligen Passagen wechselt und alles in allem überzeugen kann. Die Mehrzahl der Stücke bewegt sich eher im Midtempo-Bereich, wobei es aber auch ein paar Ausnahmen gibt (u. a. „Ultimate Human Virtues“, „My Sweet Cage“), bei denen MEVADIO aufs Gaspedal drücken. Insgesamt hätte „Fresh Kill Daily“ ein bisschen mehr Tempo gut zu Gesicht gestanden. An den Stellen, wo die Songs nämlich an Fahrt aufnehmen und thrashiger werden, werden sie auch eingängiger und wirken weniger eintönig. An dem Stück „Directors Cut“ lässt sich dies sehr gut verdeutlichen, in dessen Mittelteil die Dänen die „Thrashkeule“ schwingen. Oder das schnell beginnende „My Sweet Cage“, aus dem MEVADIO leider nach kurzer Zeit das Tempo rausnehmen und das aus diesem Grund schnell Langeweile beim Hörer hervorruft. Abgesehen davon wurde „The Propaganda“ mit einem schönen Refrains versehen und das siebte Stück – bezeichnenderweise „Seven Deadly Songs“ betitelt – bleibt aufgrund des sehr eingängigen Chorus im Ohr hängen.

Aufgrund der genannten Defizite eignet sich die CD für mich eher dazu, sie im Hintergrund zu hören, da sich kein echtes Highlight auf dem Rundling befindet, der besonders hervorsticht, was aber nicht heißen soll, dass das Zweitwerk der Jungs nicht gut ist. Allerdings fehlen ihnen noch die songschreiberischen Qualitäten, um in die Liga der oben genannten Bands aufzusteigen. Wer also auf den Sound von Bands wie SOILWORK, DARKANE, THE HAUNTED oder HATESPHERE steht, sollte unbedingt MEVADIO anchecken, denn trotz der genannten Mängel, befinden sich die Dänen auf einem guten Weg.

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