Band Filter

MIA MOTH - Eponymous

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MIA MOTH
Title Eponymous
Homepage MIA MOTH
Label STEREOFLEX
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

MIA MOTH sind in Vancover/ Canada zuhause. Das seit 2011 agierende Duo besteht aus der Sängerin Kara Fraser und dem Mann an den Instrumenten, Allan Rodger; wenn’s auf Tour geht nehmen die beiden zusätzlich noch den Drummer Michael Matuschek mit. „Eponymous“ ist der zweite Longplayer der beiden Musiker, die im letzten Jahr bei der Altanta USA Music Conference zum besten Newcomer gekürt wurden und die aktuelle Langrille jetzt hierzulande auch live präsentieren.

Ihre Einflüsse holen die Musiker nach eigenem Bekunden von überall her, im Wesentlichen kann man den MIA-MOTH-Sound irgendwo zwischen Rock, Indie und Electronica verorten. Manchmal klingt das wie bei der ersten Single „Bombs“ zwar durchaus nach überdrehter Jahrmarkt-Mucke, was nicht zuletzt daran liegt, dass die gute Kara es bisweilen mit der Dramatik in der Stimme übertreibt. Deshalb ist auch das folgende „Cage“ auf Dauer ein wenig anstrengend, während „Eponymous“ mit „Block“ und „Blow“ zunächst noch ganz verträglich startet. Hier und da schießen die Kanadier jedoch einfach über’s Ziel hinaus, dabei beweisen sie mit Tracks wie „Distraction“ und „Ladadidida“ durchaus ein Händchen für eingängige Tanzflächenfiller, wohingegen „Dreamworld“ oder auch „Getinlow“ wohl avantgardistisch wirken sollen, aber auf Dauer ebenfalls nervtötend rüberkommen. In diesem Sinne schließt sich auch das nervöse „Rollaround“ an, bevor das groovende „Scoop“ einen kurzen Moment der Erholung bietet. Mit „Three“ lassen MIA MOTH gefühlt gleich einen ganzen Spielmannszug aufmarschieren, aber an dieser Stelle ist das sogar okay, da sich Miss Fraser ein bisschen zurückhält und es deshalb nicht zum gefürchteten Geräusche-Overkill kommt. Für das Finale greifen die Sängerin und der Multi-Instrumentalist dann allerdings mit „Piece“ noch einmal ganz tief in die elektronische Trickkiste. Es flirrt und flimmert gehörig, ehe es schließlich noch einmal dissonant scheppert.

Nun gut, irgendwie konnte ich mich definitiv nicht mit den teilweise enervierenden Vocals der Dame am Mikro anfreunden. Es mag sein, dass sie auf der Bühne ein echtes Energiebündel ist, die Konservenkost bestätigt dies allerdings nicht. Für meinen Geschmack hätten MIA MOTH zudem besser auf einige musikalische Einflüsse verzichtet und wären dafür etwas straighter zur Sache gegangen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MIA MOTH