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MIASMIC THEORY - Sound Of Desperation

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Artist MIASMIC THEORY
Title Sound Of Desperation
Homepage MIASMIC THEORY
Label INVERSE RECORDS
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Die Schweden MIASMIC THEORY gründeten sich anno 2008 in Göteborg, Schweden und veröffentlichten im vergangenen Jahr ihr Debütalbum “Sound Of Desperation“, welches nun hier nach durchweg positiven Resonanzen der schwedischen Fachpresse, inklusive folgerichtiger nationaler Metal-Chart-Platzierung auch endlich einmal besprochen werden soll.

Von der Grundausrichtung haben wir es hier mit Metal der härteren Gangart zu tun. Die ersten Gedanken beim treibenden Opener „Failure“ gehen eindeutig in Richtung PANTERA, jedenfalls vom Groove und vom Riffing her betrachtet. Der Gesang hingegen scheint sich eher an der etwas älteren Schule des schwedischen Death Metal á la ENTOMBED zu orientieren. Letzteres setzt sich im weiteren Verlauf des mit gut 36 Minuten allerdings reichlich kurz geratenen Albums fort und steht der Musik des nordischen Fünfers durchaus gut zu Gesicht. Bemerkenswert daran ist vor allem, dass die Vocals zu einem großen Teil von der Dame des Hauses namens Lisa Hultgren übernommen werden. ARCH ENEMY, anyone? Die zwei Gesangsstimmen (der Lady ist ein Herr namens Thomas Persson zur Seite gestellt) einwandfrei voneinander zu differenzieren, ist tatsächlich nur bei sehr genauem Hinhören möglich. Macht aber weiter nichts, denn insgesamt ist das Ergebnis durchaus stimmig, kracht ordentlich (auch produktionstechnisch gesehen) und gönnt dem Hörer keine Atempause. Ein Nackenbrecher jagt den nächsten, und jeder für sich ist kurz und knackig gehalten, ganz in der guten, alten Rock n’ Roll-Tradition. Überhaupt, Rock n’ Roll: Der blitzt in dem, nur gelegentlich durch angenehm groovige Breakdowns unterbrochenem Gemarter immer wieder auf, und zwar in Form einer bemerkenswerten Rotzigkeit, die einen netten Kontrapunkt zu dem technisch hochwertigen und insgesamt sehr voluminösen Songmaterial bildet. Ist das nun noch Oldschool oder doch schon eher modern oder womöglich gar Metalcore? Eine Frage, die eigentlich nur Puristen interessieren dürfte. Denn Fakt ist, „Sound Of Desperation“ kracht, metzelt, rifft, pumpt, grooved und zerfleddert einem das Ohr mehr als nur ordentlich. Und mit dem letzten Song „From Nowhere“ ist den wilden Recken obendrein ein mehr als stimmungsvoller Abgang gelungen, der sich unnachgiebig und schleppend durch sämtliche vorher ordentlich verprügelten Gehirnwindungen fräst.

Also: MIASMIC THEORY sind bis jetzt noch ein Geheimtipp, aber wenn man den eingeschlagenen Weg konsequent weiter beschreitet, sollte das nicht unbedingt so bleiben müssen. Verdient hätten die Dame und ihre vier Kavaliere es definitiv.

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