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MICHEL VAN DYKE - Taxi (O.S.T.)

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Artist MICHEL VAN DYKE
Title Taxi (O.S.T.)
Homepage MICHEL VAN DYKE
Label EDEL
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Die gleichnamige Romanverfilmung „Taxi“ (in der Hauptrolle: Peter Dinklage, Rosalie Thomass, als Gast: Armin Rohde) handelt von einer jungen Frau, die in den Achtzigern in Hamburg ihren Platz im Leben sucht, und dabei Taxi fährt, um erst einmal Geld zu verdienen. So ähnlich ist es wohl auch dem Songwriter und Sänger MICHEL VAN DYKE ergangen, der 1984 nach Hamburg zog, um als Musiker Fuß zu fassen.

Eine glückliche Fügung, denn 30 Jahre später treffen sich die Regisseurin Kerstin Ahlrichs, die Buchautorin Karin Duve und der Musiker zu einem Essen, um über den Soundtrack für den noch zu drehenden Film zu sprechen. Da Michel in den Eighties schon New-Wave-ähnlichen Pop gemacht hatte, findet er es sehr reizvoll, seine musikalische Vergangenheit für den Film noch mal zu reaktivieren; und zwar in Form von Songs, die das Lebensgefühl dieses Jahrzehnts widerspiegeln. So finden sich auf dem Album für die Zeit typische Genres wie Darkwave („River of Loss“), deutschsprachiger Punk-Wave-Pop (vgl. den Titelsong „Welt abhanden“ oder auch das schrammelige „Land unter“). Gleichzeitig gibt’s auch von den Siebzigern beeinflussten blue-eyed Soul („I Can’t Get You Out of My Head) und etwas, was man von MICHEL VAN DYKE nicht unbedingt erwartet: Öko-Schlager vom Schlage eines „Das goldene Kalb“, aber natürlich gehört auch diese Stilrichtung unbedingt zu den Achtzigern.

Die Songs bilden das musikalische Rückgrat für den Film, ergänzt durch den Score, den der gebürtige Niederländer van Dyke zusammen mit dem renommierten Filmmusiker Florian Tessloff komponiert hat. In sechsmonatiger, intensiver Arbeit und im ständigen Austausch mit der Regisseurin, ist so der Soundtrack zu „Taxi“ entstanden. Ähnlich wie das Movie ist die Musik episodenhaft, fängt den Zeitgeist ein und wirkt authentisch. Sowohl die Autorin als auch der Komponist waren tatsächlich vor 30 Jahren in der Hansestadt, doch hat es damals nie für eine Begegnung gereicht – und dass, obwohl beide in der Discothek „Kir“ verkehrten. Mein Highlight ist übrigens allein schon wegen des Namens die instrumentale Nummer „Besoffene sind mein Lebensunterhalt“. Da darf man wohl auf die entsprechenden Filmszenen gespannt sein…

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