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MICHIGAN - Pulse of Pain

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Artist MICHIGAN
Title Pulse of Pain
Homepage MICHIGAN
Label INFACTED RECORDINGS
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Seit die Schweden vor 5 Jahren den Musikwettbewerb “Quest of fame” nebst Plattenvertrag gewannen, sind sie beim Label Memento Materia Kollegen von MESH und COVENANT. Nun ist Album Nummer 3 am Start, das Peter Ehn und Jonas Öberg (nach dem Ausstieg von Knöpfchendreher Jesper Ljungberg zum Duo geschrumpft) als Support von DE/VISON jüngst auch in deutschen Landen präsentieren konnten. Der Schwede ist ja per se für seine poppige Melodieseligkeit bekannt und so darf man sich bei diesem Elektro-Output nicht vom Titel „Pulse of pain“ in die Irre leiten lassen, nein, hier geht es geschmeidig-poppig zu, von ketzerischen Kollegen auch gerne mal als „Weiber-Elektro“ verschmäht. So sei allen Anhängern härterer Elektroklänge diese Scheibe als stille Reserve im Handschuhfach angeraten, vielleicht ist ja mal ein zartes Objekt der Begierde nach Hause zu chauffieren…

Los geht es mit der Single „The Nomad“, wunderbar catchy und mit einem Refrain ausgestattet, der (gewollt oder ungewollt) noch länger im Gehörgang kleben bleibt. Bei den nächsten Titeln wird man wahlweise an CAMOUFLAGE („Decadence“) oder auch DEPECHE MODE („The Gravity“, „Love’s a disease“) erinnert. Streichelzart und kuschelweich kann man sich von Peters klarer Stimme einlullen lassen, wobei „Juveniles“ besonders mit der Refrainzeile „It’s a beautiful night, we’re seeing wild horses in the fields“ starke Schlagseite zum Kitsch entwickelt. Von hier aus ist es dann auch nicht mehr weit bis zu ERASURE. Wer hier wegen Überzuckerung zur Skip-Taste greift, wird sicher mehr Gefallen an einige düsteren oder kraftvolleren Stücken finden, wie das treibende „Demon’s inside“ (neben dem Opener für meinen Geschmack das stärkste Stück des Silberlings) und dem Titelsong „Pulse of pain“, die weitere 4 Minuten Zuckerwatte einrahmen: „Pioneers“, das aufgrund der wunderbaren (teilweise zweistimmigen) Gesangslinie jedoch die Kitschgrenze knapp zu unterschreiten weiß.

Insgesamt 12 Songs bieten eine knappe Stunde feine Synthiepop-Unterhaltung, lässig dargeboten, nur aufgrund der etablierten Konkurrenz kann in Zukunft auf eine noch größere Profilschärfung gehofft werden, um sich auf Dauer aus deren Windschatten zu lösen.

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