Band Filter

Request did not return a valid result

MIDGE URE - Fragile

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MIDGE URE
Title Fragile
Homepage MIDGE URE
Label HYPERTENSION
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

Zwei Jahre sind bereits wieder vergangen, seit ULTRAVOX mit dem Album „Brillant“ ein Lebenszeichen von sich gegeben haben, das seinem Titel mehr als gerecht wurde (auch wenn die breite Öffentlichkeit ziemlich wenig mitbekommen hat, beschränkt sich doch das Repertoire der Band nach Ansicht der „geliebten“ privaten und längst auch der öffentlich-rechtlichen Radiosender auf „Dancing with Tears in my Eyes“ und „Vienna“), und nun kommt ULTRAVOX-Frontman MIDGE URE daher und bringt ein neues Soloalbum auf den Markt (wobei man schon jetzt getrost prophezeien kann, dass sich sein Radioeinsatz auch weiterhin auf „If I Was“ und mit ein bisschen Glück auf „Breathe“ beschränken wird).

Das Werk hört auf den Namen „Fragile“ und kommt völlig anders daher als das, was URE mit ULTRAVOX auf die Beine stellt. Bereits der Eröffnungssong „I Survived“ klingt ruhig und verhalten, und das gilt für den größten Teil des Albums (bei dem sich URE zweimal sogar so sehr zurücknimmt, dass er sich mit Instrumentalstücken begnügt). Das temporeiche „Become“ ist der einzige Track auf „Fragile“, bei dem eine klangliche Brücke zur „Stammband“ geschlagen wird, und das ist eigentlich auch gut so, denn sonst wäre es kein (typisches) Soloalbum des ULTRAVOX-Sängers, der auf sich allein gestellt schon immer einen anderen Weg gegangen ist. Hier ist kaum ein Song so eingängig gebastelt worden, dass er gleich beim ersten Mal im Ohr bleibt, hier ist schon wiederholtes Hören erforderlich, um die zehn Kompositionen liebzugewinnen. So was kann natürlich leicht nach hinten losgehen, weil mancher beim ersten Hören wegschlummern wird, wenn er das Tempo von ULTRAVOX erwartet und nicht geliefert bekommt. Manches Mal (vor allem im Instrumentalstück „Bridges“ und bei „Are We Connected“) schlägt URE eine etwas düstere Richtung ein, die wohl erst im Herbst eine bessere Wirkung entfalten dürfte.

Vom erwähnten „Become“ abgesehen ist auf „Fragile“ nichts zu finden, was vom heutigen Formatradio auch nur annähernd als den (offenbar ziemlich dummen) Zuhörern zumutbar eingestuft werden könnte, und gerade das macht MIDGE UREs neues Album so sympathisch: Er biedert sich mit seinen Songs nicht an, sondern nimmt sie so auf, wie er sie für richtig hält. „Fragile“ ist ein schönes, gelungenes Album, aber es sollte eigentlich einen Warnhinweis auf der CD-Hülle geben, dass die Songs nicht zum Nebenbeihören geeignet sind – nur, damit sich nachher niemand beschweren kommt, der auf schnell konsumierbare Ware gehofft hatte.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MIDGE URE