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MIKA - The Origin of Love

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Artist MIKA
Title The Origin of Love
Homepage MIKA
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.2/10 (17 Bewertungen)

Bislang hatte die Musik von MIKA immer ein bisschen was von einem Kindergeburtstag in grellbunter Pop-Ästhetik. Mit seinem dritten Longplayer „The Origin of Love“ scheint der libanesisch-britische Sänger, Komponist und Produzent jedoch langsam erwachsen werden zu wollen, denn der MIKA-Pop ist nicht mehr ganz so quietschig und überdreht wie bisher.

Gleich der eröffnende Titeltrack „Origin of Love“ bleibt zwar unbeschwerter, federleichter Pop, wird aber eben nicht mehr in dieser auf Dauer doch nervigen hohen Eunuchen-Stimmlage vorgetragen. Stattdessen geht es mit „Lola“ rhythmusbetont auf den Dancefloor und auch „Stardust“ fühlt sich in tanzbaren Gefilden zuhause. So wirklich kann der 29-jährige hier von den schwindelerregenden Höhen nicht lassen, aber das Ganze hält sich in Grenzen, bevor „Make You Happy“ mit verfremdeten Elektro-Firlefanz-Vocals daherkommt und „Underwater“ eine ganz andere Seite des Musikers zum Vorschein bringt. Hier reichen nämlich auch ein paar Pianoakkorde, um Emotionen zu transportieren, die im weiteren Verlauf natürlich noch instrumental gepimpt werden. Mit „Overrated“ zieht das Tempo an, doch schon das folgende „Kids“ verlegt sich wieder auf ruhigeres Terrain, ehe „Love You When I’m Drunken“ den alten, überdrehten MIKA aus der Kiste springen lässt. „Step With Me“ geht mit dezenten Grooves ins Ohr, die beim „Popular Song“ stärker ausgeprägt die Füße wippen lassen, während „Emily“ das Zeug zum nächsten Malle-Bikini-Hit mitbringt. Mich überzeugt der Herr dann doch eher mit dem leisen „Heroes“, doch die Fans mögen es gern ein bisschen schriller, was sie mit dem verspielten „Celebrate“ ebenso bekommen wie mit dem Miami-Mix von „Make You Happy“, der die Langrille synthetisch ausklingen lässt.

Diese Synthie-Sounds überwiegen ganz klar noch immer beim Kollegen Michael Holbrook Penniman, doch gelingt es ihm, auch Piano und akustische Gitarren in diesem Kosmos unterzubringen. Das macht die Mucke eindeutig erwachsener, wenngleich der Spieltrieb beim wahrscheinlich ewigen Kindskopf MIKA immer wieder durchkommt.

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