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MIKE AND THE MELVINS - Three Men And A Baby

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Artist MIKE AND THE MELVINS
Title Three Men And A Baby
Label SUB POP
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Eigentlich sollte „Three Men And A Baby“ ja schon vor 16 Jahren erscheinen. Bereits 1998 vertrieb sich der Sänger und Bassist der Kapelle GODHEADSILO nämlich seine Zeit damit, mit den Kumpels von den MELVINS auf Tour zu gehen. Der Mann war Mike Kunka und irgendwann beschloss man auf dieser Tour, zusammen eine Platte zu machen – unter dem Namen MIKE AND THE MELVINS. Weshalb es dann aber doch bis 2016 dauerte, bis eben dieses Album erscheinen konnte, ist diversen widrigen Umständen geschuldet, aber was lange währt, wird am Ende ja zumindest meistens doch noch gut und so hat es „Three Man And A Baby“ jetzt doch noch in die Plattenläden geschafft.

Keine Frage: Die Herrschaften lassen auf diesem Silberling nichts anbrennen! Mikes grummelnder Bass ist omnipräsent ohne zu aufdringlich zu werden. Gesanglich gibt’s bei Mr. Kunka ebenfalls nichts zu meckern und auch die MELVINS lassen es amtlich scheppern. Los geht’s mit krachendem Noiserock, der auf den Namen „Chicken’n’Dump“ hört und auch beim nachfolgenden „Limited Teeth“ rappelt es ordentlich im Karton, bevor das knackige „Bummer Conversation“ mit einem geheimnisvollen Unterton übernimmt. Währenddessen nimmt sich der Vierer mit viel Wumms der PUBLIC-IMAGE-LTD.-Nummer „Annalisa“ an, ehe „A Dead Pile of Worthless Junk“ mysteriös umherwabert, um auf das druckvolle „Read The Label (It’s Chili)“ vorzubereiten. Ein wenig vertrackt schließt sich das düstere „Dead Canaries“ an, um mit „Pound The Giants“ wieder in die Vollen zu gehen. Auch „A Friend In Need Is A Friend You Don’t Need“ fackelt mit jaulenden Langäxten und vordergründigen Drums nicht lange, wohingegen der „Livestyle Hammer“ einen Hauch Blues in den lärmenden Tonfolgen bringt. „Gravel“ fokussiert sich derweil erneut auf schwere Bass-Riffs, bevor auf der Zielgeraden mit dem „Art School Fight Song“ eine dekonstruierte Variante des Black Metals auf dem Plan steht.

Weder MELVINS-Fans noch GODHEADSILO-Sympathisanten werden von „Three Men And A Baby“ enttäuscht sein. Und wenn doch, sei Fronter Mike zitiert: „Wenn es dir nicht gefällt, ist es wahrscheinlich nicht für dich gemacht.“ So einfach ist das! Der größte Teil des Longplayer wurde übrigens 1999 in den Louder Studios mit Tim Green (THE CHAMPS) aufgenommen; der Rest 2015 von Toshi Kasai bei Sound Of Sirens.

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