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MIKE BATT - A Songwriter’s Tale

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Artist MIKE BATT
Title A Songwriter’s Tale
Homepage MIKE BATT
Label DRAMATICO
Veröffentlichung ..
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Ein Paar in den Dreißigern betritt nach einem perfekten Dinner im angesagtesten Schuppen der Stadt ein modern eingerichtetes Wohnzimmer in der Größe eines Tanzsaals. Passend platzierte Lichtquellen lassen beide umwerfend gut aussehen. Während sie auf seiner überdimensionierten Lümmelcouch etwas verlegen Platz nimmt, bereitet er zwei Drinks zu und tippt auf die Fernbedienung seiner Bang und Olufsen (mindestens!). Frage Nr. 1: Gibt es solche Männer auch in freier Wildbahn oder nur auf Kinoleinwänden? Frage Nr. 2: Zu den Takten welcher Musik wird er sie gleich als Vorspiel durch den Raum wiegen? Art GARFUNKELs „Bright eyes“ vielleicht? Oder „The closest thing to crazy“ von KATIE MELUA? Beide Titel stammen wie viele weitere zeitlose Schmusesongs aus der Feder von MIKE BATT. Der englische Musiker, Komponist und Produzent, der sich in jüngster Zeit um die Karriere von eben KATIE verdient gemacht hat (6 Songs des Platinalbums „Call off the search“ stammen von ihm), hat die Welt schon seit den 70er Jahren um etliche schöne Melodien, Film- und Fernseh-Soundtracks (wir kennen alle seine Titelmelodie zu „Wetten, dass…“) bereichert und an etlichen interessanten Projekten (z.B. dem Musical „Phantom der Oper“) mitgewirkt. Mit „A songwriter’s tale“ präsentiert er nun ähnlich wie 1999 unter dem Titel „Bright Eyes at the Railway Hotel“ erneut ein „Best of“ und damit seine ganz persönliche Retrospektive, natürlich auf seinem eigenen Label.

Unabhängig von den schon genannten Titeln gehen auch so schöne Balladen wie „I watch you sleeping“ (1977 von JOHN DENVER gesungen) oder „I feel like Buddy Holly“, die ALVIN STARDUST einen Top Ten Hit bescherte, auf MIKE BATTs Konto. Neben Gitarreklängen und gefühlvoller Perkussion seiner Kollegen greift der Meister selbst zum Mikro und in die Tasten und dirigiert bei einigen Stücken das Royal Philarmonic Orchestra. Der überwiegende Teil der 16 ausgewählten Songs wurde neu aufgenommen und hier und da auch neu arrangiert, was im Wesentlichen für Intimfreunde und Kenner des MIKE BATT Oeuvres interessant seien dürfte. So klingt Batts erster Soloerfolg aus dem Jahr 1977 „The ride to Agadir“ immer noch zeitgemäß. Damals fiel das dazugehörige Album „Schizophoria“ dem Filmproduzenten Elmo Williams in die Hände und so verdanken wir Batt auch die Filmmusik zum Epos „Caravans“, dessen Titelmelodie auf diesem Silberling natürlich auch nicht fehlt. „Railway Hotel“ und „Lady of the dawn“ sind dem feinfühligen Ladykiller auch schon mal über den Weg gelaufen und bei 65 Minuten Gesamtspielzeit lässt sich ja schon so manches anstellen…

Wer also auf Frage Nr. 1 mit einem „Ja, ja, ich bin der letzte Romantiker unter Sonne“ antworten kann oder will, dem sei dieses Album wärmstens ans Herz gelegt. Und damit auch alle auf Poesie, Pathos und Kitsch versessenen Damen glücklich werden: Jungs, es ist bald Valentinstag!

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