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MIKE OLDFIELD - Man On The Rocks

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Artist MIKE OLDFIELD
Title Man On The Rocks
Homepage MIKE OLDFIELD
Label VIRGIN
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Da ist es also, das erste MIKE-OLDFIELD-Album seit 2008. Es heißt „Man On The Rocks“ und enthält elf Songs, die via Internet in London und Los Angeles und live auf den Bahamas (Oldfields Wahlheimat) eingespielt und gemeinsam mit dem britischen Produzenten Stephen Lipson (FRANKIE GOES TO HOLLYWOOD, PET SHOP BOYS, ANNIE LENNOX, CHER, GRACE JONES) produziert wurden. Musiker auf „Man On The Rocks” sind u.a. der legendäre Bassist Lee Sklar (PHIL COLLINS, CROSBY, STILLS & NASH, JAMES TAYLOR) und der Schlagzeuger John Robinson (MICHAEL JACKSON, ERIC CLAPTON, DAFT PUNK). Auch wenn Oldfield bereits mit einigen der weltweit populärsten Sänger gearbeitet hat, suchte er sich für sein neues Opus ein junges Talent aus, um seine Texte zu interpretieren: Luke Spiller von der englischen Indie-Kapelle STRUTS, denn der Herr hört die eigene Stimme nicht gern im Zusammenhang mit seiner Musik.

Nach dem 2008er „Music of The Spheres“, das sich der Klassik verschrieben hatte, kümmert sich MIKE OLDFIELD heuer um mainstreamtaugliche Prog-Rock-Klänge , die mit der Vorab-Single „Sailing“ absolut eingängig starten. „Moonshine“ schließt sich mit dezent-folkigen Sounds an, ehe der Titeltrack „Man On The Moon“ mit leisen Tönen folgt. Derweil wird „Castaway“ von Orgeln getragen, bevor „Minutes“ beschwingt weitermacht und „Dreaming In The Wind“ den Westcoast-Rock zitiert. „Nuclear“ setzt auf das große Gitarren-Besteck, ehe „Chariots“ funkige Sequenzen in den vom Überhit „Shadow On The Wall“ inspirierten Track einfließen lässt. Die Ballade „Following The Angels“ trägt Spuren der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2012 in London, bei der MIKE OLDFIELD neben anderen Künstlern auftrat, während der dreckige Rocker „Irene“ an den 2011er Orkan gleichen Namens erinnert, den Mike auf den Bahamas hautnah miterlebte. Bleibt noch das schmachtende Cover der WILLIAM-MCDOWELL-Nummer „I Give Myself Away“, mit dem der Silberling nach einer knappen Stunde endet.

Wem das noch nicht reicht, kann die Songs in der Deluxe Edition auch noch instrumental erleben. In der Deluxe Box kommen ergänzend noch Demo-Versionen und Alternative Mixes hinzu. Diese Goodies werden aber wohl eher was für die eingefleischten Fans sein. Was jedoch die elf Songs von „Man On The Rocks“ angeht, liefert der Mann, der eine beinahe unzählige Menge an Platten veröffentlicht hat, bewährte Hausmannskost hab, die zweifellos sauber produziert wurde, aber leider keine Überraschungen mitbringt. Auch hier sind eindeutig die Fans angesprochen, die womöglich seit der ersten – geradezu legendären – Langrille „Tubular Bells“ aus 1973 (der Multi-Instrumentalist MIKE OLDFIELD war damals zarte 20 Jahre alt) unermüdlich das Schaffen ihres Helden verfolgen.

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