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MIKEYLA - Something Like That

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Artist MIKEYLA
Title Something Like That
Homepage MIKEYLA
Label B FACTORY/ DA MUSIC
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Kaum haben die Schweden KNUT gefeiert und den Tannenbaum rausgeschmissen (oder war es umgekehrt?), schicken sie eine neue Rockröhre auf den Feldzug in der Erwartung, sie möge bald den gleichen Bekanntheitsgrad haben, wie blaue Möbelhäuser…und die Erste, die hier mal ein Ohr für Schwedens neuesten Exportschlager riskieren sollte, ist Marta von DIE HAPPY.

Gleich der Opener „The Lie“ schlägt doch mächtig in die gleiche Kerbe, wenngleich mit Streichern etc. aufwendiger arrangiert. Dynamischer Rock mit einer energiegeladenen Frauenstimme, die Frau Jandova doch vom Timbre her sehr nahe kommt. Als Single ausgekoppelt, gefiel dieses Stück auch MIKEYLAs Landsleuten, so dass die 19-jährige sich in ihrer Heimat über eine Top-Ten Platzierung freuen konnte, damit jedoch in meinen Augen auch schon den größten Knaller dieses Debüts rausgehauen hat. Auch das nächste Stück „Calling“ erinnert, besonders durch den Harmoniegesang im Refrain, an eine typische DIE HAPPY Midtempo-Nummer. Ab „Happy worst day“ driftet es jedoch ab in die Pop-Kiste, trotz des Versuchs mit einige Krach- und Scratcheinlagen darüber hinweg zu täuschen, und aus dieser Kiste kommt die Scheibe dann auch im ganzen Mittelteil nicht mehr raus. Mit „Not a story“ ist die Scheibe bei gefühliger Beliebigkeit angelangt, auch wenn MIKEYLA sich mit extra viel Zwergfell-Stütze um Emotionalität bemüht. „Young & Stupid“ meint man schon von irgendeiner anderen vermeintlichen Rockröhre vernommen zu haben – war es Jeanette Biedermann? Hier verlasse ich bekanntes Terrain ;)) Für „Not your clown“ hatte der Produzent dann mal ’ne Portion Rotz eingefordert, herausgekommen ist eine merkwürdige Mischung aus AVRIL LAVIGNE und GWEN STEFANI. Zum Ende hin wird es tendenziell wieder etwas härter und dreckiger, doch trotz Sprachverzerrer und mächtigem Gitarrengebratze läutet man hier keine Revolution ein.

Keine Frage, MIKEYLA hat alles, was im Moment so Rang und Namen hat gründlich studiert. Vielleicht zu sehr. So entsteht ein Puzzle aus Versatzstücken, dessen Gesamtbild dann solide, aber ohne eigenes Profil daherkommt. Ein hübsches Gesicht, eine gute Rockstimme, ein Debüt, das den Mainstream – Geschmack treffen wird. Aber Songs für die Ewigkeit machen zurzeit noch andere.

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