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MILES TO GO - Outburst

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Artist MILES TO GO
Title Outburst
Homepage MILES TO GO
Label R.P.H.C.
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Fleißig, fleißig die Ruhrpottler von MILES TO GO. Seit der Gründung 2006 haute man bereits zwei Demos und eine Split-CD (mit den Italienern WHEN SEASONS CHANGE) raus und ist mit der 5-Track-EP „Outburst“ nun schon wieder am Start.

Während der 13 Minuten Spielzeit erwartet einen dann genau das, was man von einer Hardcore-Truppe aus dem Pott erwartet: Oldschool-HC, wie man ihn liebt oder hasst. Zählt man sich eher zu letztgenannten braucht man nun nicht wirklich weiter lesen, alle anderen bekommen dann das bekannten bollo-tauglichen Riff- und Beatdown-Gewitter auf die Mütze bzw. die Cap. Allerdings nicht wie im Pressetext angekündigt „frisch und unverbraucht“ oder „untypisch für eine Ruhrpott-Band, die Stumpfheit anderen überlässt“ – sondern eben doch typisch, recht verbraucht und stumpf. So klingt das Genre nun mal; und in einer Szene, die sich selbst so wichtig nimmt, sollte man sich das doch einfach eingestehen. Ist ja auch nichts verwerfliches dran, zumal die Instrumentenfraktion saubere und souveräne Arbeit an den Tag legt und das Shouting ins gewohnte Bild passt. Die Kompositionen unterscheiden sich dann wie erwartet nicht wesentlich voneinander. Pflichtprogramm mit Crewshouts und Beatdowns, die ziemlich gewöhnungsbedürftigen gepressten Vocals variieren ebenfalls nur wenig – hat man alles schon zig Mal gehört – was soll man schreiben? Bei „Set in stone“, „End of the age, „Dead and Road“, „Sky’s the limit“ und „Built to last“ fehlt einfach das gewisse Etwas, um herauszustechen – was nicht heißen soll, dass es sich um schlechtes Liedgut handelt, im Gegenteil. Freunde des Genres werden ihre Freude daran haben, denn sie bekommen das was sie wollen in fast schon klischeemäßiger Art und Weise von den fünf Straight Edgern serviert und durch eine ordentliche Produktion verfeinert.

Ist an sich eigentlich immer ein wenig schade, wenn eine talentierte junge Truppe wie eben auch MILES TO GO in diese festgefahrene Sparte nicht irgendwie ein wenig Inspiration mit einfließen lassen – andererseits ist es richtig, dass die Jungs ihren Weg gehen, sich nichts aufzwingen lassen und selber Spaß an ihrem Tun haben. Letzteres merkt man „Outburst“ auch an, weswegen sich alle cappy-tragenden Moshfreunde auch beruhigt zu diesen Klangwerken turnen dürfen.

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