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MILK+ - Who was Mr. Feldman

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Artist MILK+
Title Who was Mr. Feldman
Homepage MILK+
Label PATE RECORDS/ EDEL
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Milch ist gesund. Vor allem, wenn sie von gesunden Kühen kommt (Colostrum anyone?). Davon gibt’s in Österreich jede Menge, ebenso wie es dort natürlich auch junge, hoffnungsvolle Bands gibt. Die wiederum haben in ihrer Kindheit sicherlich viel von der gesunden österreichischen Milch getrunken, vielleicht auch ein Grund, warum sich ein Trio jetzt MILK+ nennt.

MILK+ mögen zwar „nur“ zu dritt sein, aber sie zeigen, was man aus den Instrumenten alles rausholen kann. Vielseitig und interessant präsentiert sich „Who was Mr. Feldman“ mit scheppernden Riffs, akustischen schwarzen Löchern voller Anziehungskraft und Bluesversatzstücken, welche irgendwie auch im progressiven Rockbereich landen. Bereits der Opener „Celadoár“ öffnet die Tore der Kreativität und überflutet den Hörer mit abwechslungsreichen Ansätzen und einem überzeugenden Ergebnis, dennoch benötigt das Album zunächst ein paar Anläufe, ehe es ein homogenes Gesamtwerk ergibt. Mit Schuld daran ist die gewöhnungsbedürftige Stimme, welche arg nasal nölt, dabei aber z.B. in „Zensmark“ vom Tempo der 60ies Psychrockgitarren überholt wird. Besser klappt das im jazzigen Intro des Titeltracks, aus welchem sich ein zehneinhalb Minuten langes Kunstwerk sphärischer Klangstufen entwickelt.

Dass MILK+ ihr Schaffen eher als Kunst verstehen, wird einem beim Hören der überlangen Soundkonstrukte und übermäßig aufgebauten Kompositionen schnell klar. Doch all der Übermut wird nach mehrmaligem Hören mit einer enormen Klangtiefe und ebenso tiefgründiger Atmosphäre belohnt. Tja, die Milch macht’s. Am besten ein warmes Glas davon…

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