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MILO GREENE - Adult Contemporary

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Artist MILO GREENE
Title Adult Contemporary
Homepage MILO GREENE
Label NETTWERK
Veröffentlichung ..
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„Adult Contemporary“ ist nicht unbedingt mein Radioformat. Mir steht selten bis nie der Sinn nach den „größten Hits der 80er und 90er und dem Besten von heute“. Im Zweifel machen mich allein diese Jingles wahnsinnig – von der Musik will ich da erst gar nicht sprechen. Warum nennen Robbie Arnett, Graham Fink und Marlana Sheetz, besser bekannt als MILO GREENE, ihren jüngsten Studio-Output „Adult Contemporary“? Nun, das neue Album der Kalifornier zeichnet sich durch besonderen Wohlklang aus, als Muse hat sich das Trio eben dieses Genre „Adult Contemporary“  ausgeguckt, aber keine Angst! MILO GREENE sind weit entfernt von seichter Mainstream- oder Fahrstuhlmusik.

Stattdessen vereint der Dreier auf seinem dritten Longplayer das Beste aus den beiden vorherigen Platten: „Adult Contemporary“ ist so melodisch wie das selbstbetitelte Debüt aus 2012 und atmet den gleichen lebhaften Spirit wie der 2015er Nachfolger „Control“. Als Referenz sei hier die erste Single „Move“ genannt, die mit eingängigen Gitarren und einer treibenden Basslinie ins Ohr geht. Daneben gibt es jedoch auch melancholische Nummern wie das düstere „Be Good To Me“, bei dem die Instrumente zu einer herzzerreißenden Einheit werden. Derweil erinnert „Drive“ an TOM PETTY, während „Runaway Kind“ mit Opernsamples startet und sodann eine smoothe Disco-Note mitsamt Streichern in den Sound integriert. Mein Favorit ist das lebhafte „Wolves“, das irgendwo zwischen Folk und THE SMITHS changiert, bevor das finale „Worth The Wait“ mit emotionalem Schmelz und großen Chören für ein opulentes Ende sorgt.

MILO GREENE scheinen in ihrem Opener „Easy Listening Pt I“ und in der Interlude „Easy Listening Pt II“ erklären zu wollen, was es mit dieser Musik auf sich hat und bis zu einem gewissen Punkt gehört ihr Indie Pop zweifellos auch in diese Schublade, gleichzeitig ist die Musik auf „Adult Contemporay“ jedoch viel zu tiefsinnig und nachhaltig, um als beiläufiges Gedudel durchzugehen.

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