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MINA - Playground Princess

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Artist MINA
Title Playground Princess
Homepage MINA
Label SONYBMG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Fragile Frauenstimmen sind ja immer mal wieder hoch im Kurs, man denke in jüngster Vergangenheit an MARIA MENA oder A FINE FRENZY. Wem so etwas gefällt, der wird sich auch für die Musik von MINA erwärmen können. Hierbei handelt es sich um das Duo Jaël Krebs und Luk Zimmermann, die man ansonsten als Sängerin und Gitarrist der weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannten Band LUNIK kennt.

Mit „Playground Princess“ bringen sie nun ihr Debüt als Duo heraus und nicht nur der Album-Titel, sondern auch das surreal anmutende Cover sowie das Booklet entbehren nicht eines kindlich-naiven Charmes, quasi als hätte man das Häuschen, das das Cover von KATE NASHs „Made of bricks“ ziert, nun betreten. Das Grundgerüst aller 11 Songs ist Jaëls zauberhafte Stimme und eine entsprechende Gitarrenbegleitung. Das reicht bei „Sorted out“, „Man from the past“ oder „Sleeping on a butterfly“ vollkommen aus, um ins Träumen zu geraten. Für „Living in between“ gesellt sich der Gesang von Pal Angelskar (MINOR MAJORITY) hinzu. Im Duett lassen die beiden eine wunderbar schwermütige Stimmung entstehen, so dass man seine Soulmates für die Stunden voller Zweifel gefunden hat. „Complete“ hält dann den Glauben an die Liebe auf unbeschwert poppige Art aufrecht und lässt einen gleich mitsummen. „Praying mantis“ entwickelt mit Glockenspiel und weiblichem Chorus eine unglaubliche Sogwirkung, für mich das Stück mit den größten Single-Qualitäten! Mit „I’ll be yours“ findet sich später ein Song gleicher Machart auf der Scheibe, ehe mit „What in means to you“ das dynamischste Stück in Country-Manier folgt. Doch zum Abschluss wird es mit „At the start of it“ und „Lying b-side u“ aber noch mal melancholisch bzw. kuscheliger.

Fernab von jauligem Waschlappen-Pop mit omnipräsentem Weltschmerz ist den beiden Eidgenossen ein wunderbares Kleinod gelungen. Viele Stücke wurden im ersten Take aufgenommen. Dieser „Charme des Unfertigen“ und der Verzicht auf jegliche Effekthascherei schaffen eine Intimität, auf die man sich nur allzu gerne einlässt.

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