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MINERVE - Love Traces

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Artist MINERVE
Title Love Traces
Homepage MINERVE
Label Q-CODE RECORDS
Leserbewertung
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5.8/10 (5 Bewertungen)

Seit mehr als fünf Jahren sind MINERVE aus Neubrandenburg im Bereich der elektronischen Pop-Musik unterwegs. Besonders in Osteuropa fanden die Synthiesounds und Loops von Keyboarder Mathias Thürk sowie die kraftvolle Stimme des Sängers Daniel Wollatz bereits viel Anklang. Zwischenzeitlich wuchs die Band um Keyboarder und Background Sänger Andreas Wollatz und Schlagzeuger Michael Paul Müller an. Außerdem sind zwei Alben erschienen, wobei das letztjährige „Sensefiction“ trotz großen Interesses legal nicht in Russland zu haben war. Deshalb hat sich das russische Label Q-Code Records entschlossen, die Album-Compilation „Love Traces“ mit verschiedenen, leicht überarbeiteten Tracks der 2006-er VÖ, bisher unveröffentlichten Remixen, einem ganz neuen Song und dem Video zu „My Universe“ in Russia auf den Markt zu werfen. Auch hierzulande zollte man „Love Traces“ Aufmerksamkeit, so dass auch wir demnächst den Silberling erwerben können.

Die ersten vier Stücke stammen vom genannten „Sensefiction“, ordentlich gemachter Synthie-Pop, der auch für die Dancefloors taugt, wenngleich „It’s quiet“ titelgemäß etwas ruhiger daherkommt, dafür gibt es dann aber auch noch den „ALTERA FORMA Remix“, der etwas mehr Drive hat. Von „My Universe“ hat’s gleich zwei Adaptionen, der „IRIS Remix 2007“ schwankt zwischen technoiden und poppigen Attributen, während die LOWE-Variante 2007 eher auf Gleichförmigkeit setzt. Egal ob „WARP ACHT Remix“ oder „ALCHEMIST PROJECT Remix“ – zu „Take Me Higher“ soll getanzt werden, was auch für das brandneue „Numb“ und die beiden „Sensefiction“-Tracks „Sick of You“ und „There Is Nothing“ gilt. „Crush (Scratching Real Remix by Clear of Junk)“ erinnert entfernt an DEPECHE MODE, allerdings fehlt dem Titel der entscheidende Kick, so richtig will der Sound nicht aus dem Quark kommen und „Forbidden Love“ ist mir ein bisschen zu weichgespült geraten. Zweifelsohne eine nette Melodie, aber etwas mehr Biss hätte nicht geschadet. Der „DJ Kidney Remix“ von „Lost In Your Room“ soll wohl so etwas wie eine Akustik-Version sein, was bei Synthie-Pop-Bands ein wenig fehl platziert wirkt.

Fazit: Die Scheibe startet vielversprechend, wie man es vom Vorgänger kennen und schätzen gelernt hat, verliert dann jedoch etwas an Gewicht. Aber vielleicht orientiert man sich auch nur verstärkt am russischen Musikgeschmack, schließlich ist der Longplayer in erster Linie für diesen Markt konzipiert worden.

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