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MINSK - With Echoes in the Movement of Stone

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Artist MINSK
Title With Echoes in the Movement of Stone
Homepage MINSK
Label RELAPSE RECORDS
Leserbewertung
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Psychedelic Metal macht das nach der weißrussischen Hauptstadt benannte US Amerikanische Quartett aus Peoria, Illinois. Nach dem 2007er Album „The Ritual Fires of Abandonment“ gehen MINSK dieses Jahr mit ihrem aktuellem Longplayer „With Echoes in the Movement of Stone“ an den Start.

Komplexes Songwriting, was die Mannen um Fronter Christopher Bennett da an den Tag legen. Eine Mischung aus Sludge- und Doom Metal, gepaart mit einem hohen Grad an psychedelischen Melodien. Gezielter Einsatz von Synthesizern, Keyboards und Echos in punkto Gesang, das alles macht die acht Songs zu eher schwer verdaulicher Kost, was auch beim Opener „Three Moons“ grandios zur Schau gestellt wird. Man gibt sich abwechslungsreich, kein Song klingt wie der nächste und man hat glücklicherweise nie das Gefühl, dass man die Tracks von der Melodie her irgendwo schon einmal zu hören bekommen hätte. Was eigentlich ein heikles Thema ist, denn jeder weiß, dass jedes Riff und jede Harmonie bereits verwurstet wurde, im Zweifelsfall immer von den BEATLES oder den ROLLING STONES. Was ich leider ein wenig zu bemängeln habe, ist die melancholische Grundstimmung, die durch die progressiven Songstrukturen erzeugt wird (was ist dagegen einzuwenden? – der durchaus mal melancholische Chefred.). Leider fehlt auch ein wenig DAS Highlight der Platte, welches den Hörer nicht mehr los lässt und mit einem Schlag aus den Socken haut.

„With Echoes in the Movement of Stone“ ist als dritter Output einer Band wirklich gelungen, Harmonien und Disharmonien lösen sich ab, das Keyboard verleiht der Sache den letzten Schliff und lässt die Kompositionen ein wenig atmosphärischer, ja sogar ein wenig spirituell klingen. Wer selbst mit einer Portion Experimentierfreude auf die Welt gekommen ist, sollte bei MINSK gut und gerne zugreifen, jeder, der hingegen eher straight gebaut ist, was seinen Musikgeschmack angeht, sollte eher skeptisch auf den Silberling blicken, denn stilistisch zuordnen kann man das Quartett irgendwie nirgendwo. Wozu auch? Schubladen denken wird sowieso allgemein überbewertet.

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