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MINTZKOV - Rising Sun, Setting Sun

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Artist MINTZKOV
Title Rising Sun, Setting Sun
Homepage MINTZKOV
Label HALDERN POP
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Vor zwei Jahren haben mich MINTZKOV mit ihrem zweiten Album “360°C“ aus dem Stand in Verzückung gebracht. Wenig später gab’s hierzulande das Re-Release des Erstlings „M For Means And L For Love“, das die Band 2003 noch unter dem Namen MINTZKOV LUNA eingespielte. Die fünf Belgier waren wieder fleißig und präsentieren ihren dritten Streich „Rising Sun, Setting Sun“, den es bislang nur in digitaler Form zu kaufen gibt.

Im Vergleich zum sehr straighten, gitarrenorientieren Vorgänger lassen MINTZKOV diesmal mehr Platz für die Keyboardakkorde ihres Tastenmannes Pascal Oorts. Philip Bosschaerts Gesang, der nichts von seiner Nähe zu DEUS-Fronter Tom Barman verloren hat, ergänzt den Sound perfekt, wie gleich der eröffnende Titeltrack beweist. Hier steuert auch Bassistin Lies Lorquet zuckersüße Vocals bei, während Minchul Van Steenkiste hinter der Schießbude für punktgenaue Rhythmen sorgt, die die Langaxtfraktion druckvoll aufnimmt. Mit groovenden, tiefer gelegten Melodien und einer Prise Melancholie schließt sich „Author of The Play“ an, ehe „Opening Fire“ den Faden gut gelaunt und mit viel Spielfreude aufnimmt. Rhythmusbetont und ein wenig stoisch rumpelt „The 25th Hour“ durch die Boxen, ehe das packende „Roadbuilding“ in Slow Motion für Gänsehaut sorgt. Derweil frickelt sich„Finders Keepers“ mit viel Schmackes ins Hirn, während „The Simple Future“ sofort ins Bein geht. „Safe House“ macht da zunächst einige Umwege über ein paar Gehirnwindungen, die mit „Coronary Street“ feinstes Indie-Schrammel-Futter bekommen. Für den Schluss haben sich MINTZKOV mit „Gemini“ einen ruhigen Song aufgehoben, der mit akustischen Gitarrenklängen beginnt und auf der Zielgeraden noch einmal Gas gibt. Zweifellos ein Highlight der Platte!

„Rising Sun, Setting Sun“ läuft bei mir rauf und runter. Im April kommen MINTZKOV für ein paar Club-Gigs nach Deutschland und diese Gelegenheit, mir die neuen, durchweg wunderbaren und sehr abwechslungsreichen Songs live anzuhören, werde ich mir nicht entgehen lassen.
ump

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Ich bin ja heimlicher Fan dieser Band. Zu sehr gemahnen sie an die wunderbaren DEUS, welche ja schon länger nichts Wichtiges auf die Kette bekommen haben. Allerdings merkt man bei diesem Album einen großen Fortschritt. Wo sich bei der letzten Platte noch die eine oder andere Songidee ins Nichts verzogen hat, wirken die Songs auf „Rising Sun, Setting Sun“ viel ausgefeilter.

Immer noch sind die Mittel sparsam eingesetzt und ohne viel Tamtam, jedoch finden sie jetzt öfter ins Ziel. Das mag vielleicht auch am Produzenten Jagz Kooner liegen, welcher schon bei PRIMAL SCREAM und KASABIAN die Flausen aus dem Kopf bekommen hat. Wichtiger ist aber die Präsenz des einzelnen Songs. Indie Gitarren fliegen durch den Raum, ein knarziger Bass sträubt sich gegen die großen Refrains und muss sich doch anpassen. Das Schlagzeug klingt so wie es soll, klar reduziert und auf den Punkt. Gehalten wird bei MINTZKOV alles durch die Stimme. Der ultimative Widererkennungswert und ein Glücksfall, wenn man so ein Organ besitzt und es richtig einsetzt. MINTZKOV haben sich mit dieser Platte weiterentwickelt und sind gewachsen.

Nach oben ist natürlich noch viel Platz, aber da wo sie jetzt sind, werden sie mir am meisten Spaß machen. Unprätentiös vorgetragener Indie aus den späten 1990ern mit den richtigen Zutaten und spitzen Songs im Gepäck. Hut ab!
Hififi

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