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MIOSIS - Albedo Adaption

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Artist MIOSIS
Title Albedo Adaption
Homepage MIOSIS
Label LION MUSIC
Leserbewertung
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2005 in Schweden gegründet haben sich MIOSIS dem (nein, nicht Black oder Pagan Metal) progressiven Sound zugewandt. Mit der Vision sowohl „emotional als auch vielschichtig“ sein zu wollen, machten sich die Jungs ans Werk. Gut 2 Jahre nach der Gründung wurde dann auch die selbst produzierte EP „Konvolut“ auf den Markt geworfen und in diversen Magazinen für gut befunden. Das gab natürlich Auftrieb, um schnellstmöglich mit „Albedo Adaption“ einen Nachfolger einzuspielen.

Und nun ist die erste Langrille auf dem Markt. Mit 7 Songs und über 50 Minuten Spielzeit wird dabei auch deutlich, dass so ziemlich jeder der Songs die obligatorische 5-Minuten-Grenze locker sprengt. Und, so leid es mir auch tut, das ist das einzig „Aufregende“ an dieser CD. Die Songs bestehen allesamt aus typischen Power-Chords, dem Stakkato-hämmernden Schlagzeug, etwas Synthetik und einem genretypischem Vortrag am Mikro. Melodieverliebtes Spiel und ausladende Soli sucht man vergeblich. Genauso vermisst man variables Songwriting. Jeder Song fängt mit den vermeintlich gleich hämmernden Gitarren an und hört mit dem gleichen Sound auf. Einige kleine Intermezzi, in denen mal die Gitarre etwas mehr in den Vordergrund tritt und mehr dröhnend als fett ein Zwischenspiel gibt, reißen dabei nicht wirklich vom Hocker. Tatsächlich sind die ruhigen Passagen noch die ansprechendsten. Dazu kommt leider ein sehr matschiger Sound, der das Gesamtbild nicht wirklich verbessert. Die Stimme des Sängers ist zwar gut und immer präsent, aber das Schlagzeug klingt äußerst blechern und scheppert mehr schlecht als recht. Die Gitarren krachen im Gegenzug nicht so wie sie es könnten.

Die Fans der „ersten Stunde“ können (und werden) wohl nicht meiner Meinung sein. Aber in diesem Fall hat sich die Band wohl auf den Lorbeeren der ersten EP ausgeruht und ein 08/15-Album eingespielt, wie es sie unzählig schon auf dem Markt gibt. Weder Lyrik, Klang noch instrumentale Darbietung geben hier einen objektiven Kaufgrund ab. Da sollte man eher bei den von der Band genannten Einflüssen bleiben: TOOL oder z.B. PORCUPINE TREE.

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