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MIRRORS FOR PSYCHIC WARFARE - I See What I Became

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Artist MIRRORS FOR PSYCHIC WARFARE
Title I See What I Became
Homepage MIRRORS FOR PSYCHIC WARFARE
Label NEUROT RECORDINGS
Leserbewertung
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Scott Kelly (NEUROSIS) und Sanford Parker (BURIED AT SEA) haben wieder gemeinsame Sache gemacht. Nach dem selbstbetitelten 2016er Debüt von MIRRORS FOR PSYCHIC WARFARE legen die Herren jetzt mit „I See What I Became“ nicht minder düster-schaurig nach. In Sachen dunkler Electronica, quälender Noise- und Industrial-Elemente und geheimnisvoller Drone- und Ambient-Collagen macht den Herren nämlich so schnell niemand was vor.

Mit dem instrumentalen Opener „Animal Coffins“ dürften die Herrschaften den einen oder anderen schon mal ganz dezent in den Wahnsinn treiben und auch das nachfolgende „ Tomb Puncher“ ist keinesfalls dazu angetan, gute Laune zu verbreiten. Die Musik zerrt an den Nerven und das ist auch durchaus gewollt. So will „Body Ash“ nicht gefallen, sondern wird zum Klang gewordenen Grauen – wohlgemerkt im positiven Sinne! Nein, den Mainstream werden MIRRORS FOR PSYCHIC WARFARE mit ihren akustischen Ergüssen nicht goutieren, aber es ist mit „I See What I Became“ ein bisschen wie mit einem gut gemachten Horrorfilm: Irgendwie ist das, was man da sieht, abstoßend, aber trotzdem kann man nicht davon lassen. Nun könnte man mit dem jüngsten Streich aus dem Hause Kelly & Parker zweifellos jeden Horrorfilm bestens mit Tönen untermalen, welche die Wirkung der Bilder überzeugend unterstreichen würden – und mit „Flat Rats In The Alley“ wäre sogar ein vergleichsweise eingängiger musikalischer Albtraum am Start.

Wie gesagt: Wir sprechen hier von gewollter Beklemmung und einer Stimmung, als sei man irgendwo in einem heruntergekommenen Schlachthaus in die Fänge eines Irren geraten. Der wetzt dann zu den vagen Geräuschkulissen von „Thing of Knives“ schon mal die Messer, ehe er seine bedrohliche Stimme erhebt. „Crooked Teeth“ klingt in seiner repetitiven Machart auch nicht wirklich vertrauenserweckender und dank „Death Cart“ und „Coward Heat“ geht die nervenaufreibende Reise Richtung Klapse in einer enervierenden Langsamkeit weiter, die Schlimmes ahnen lässt.

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