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MIRRORTHRONE - Of Wind and Weeping

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Artist MIRRORTHRONE
Title Of Wind and Weeping
Homepage MIRRORTHRONE
Label RED STREAM
Leserbewertung
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MIRRORTHRONE ist das ehrgeizige Projekt eines einzigen Menschen, Vladimir, trotz seines Namens Franzose. Er spielte Bass und Gitarren ein, steuerte den Gesang bei und programmierte „nebenbei“ die auffälligen Synthesizer und den Drumcomputer. Alle Lieder stammen aus seiner Feder und auch die nett aufgemachte Internetseite entspringt seiner kreativen Ader. Nimmt man all diese Infos zusammen, kann das Debütalbum eigentlich nur großartig oder miserabel sein, das Meisterwerk einer dekadenten Existenz oder das grandiose Scheitern eines Wichtigtuers.

Dabei wurden die 8 Stücke an unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen (und angeblich in Vladimirs Schlafzimmer!). Die Tracks 5 bis 8 entsprechen dem ersten MIRRORTHRONE Promo-Demo, Nr. 1 und 4 entstanden Anfang des Jahres und die restlichen beiden sind lediglich Vorabversionen von Liedern, die auf der nächsten Langrille noch weiter verfeinert werden sollen. Dennoch wirkt die Scheibe nicht zerfasert, klanglich wie musikalisch zieht sich ein roter Faden durch die CD.

Und dieser blutrote Faden nennt sich „symphonischer Black Metal“, aufgepeppt mit einem sehr großen Anteil von majestätischen Keys. Wer jetzt an DIMMU BORGIR denkt, liegt ein wenig falsch, denn hier liegt die Ausrichtung noch mehr auf pompösen, barock-artig klingenden Sounds. Mit dem Synthesizer erzeugt Vladi Instrumente wie ein Spinett, 2 der Stücke sind auch reine Instrumentals. Hin und wieder gibt es Momente der Gitarrenraserei inmitten der Schönheit. Dazu singt der Franzose zumeist clean, hoch und schräg, wie viele seiner Landsmänner hat er dabei enorme Probleme bei der Betonung und Aussprache, was in diesem Kontext aber eher einen surrealen Charakter besitzt. Zweimal wird er durch nette weibliche Vocals ergänzt.

Was die oben genannte These betrifft, so ist diese CD tatsächlich genau zwischen den Extremen angesiedelt. Die Grundideen können durchweg begeistern, allein die Ausführung und die Übergänge zwischen den Parts klingen manchmal noch sehr gewollt und teilweise sogar nervig. Dennoch ein musikalisches Projekt, das es zu beobachten gilt, bevor es endgültig zur Reife gelangt.

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