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MISANTHROPE - Misanthro-therapie: 15 Années d’ Analyse

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Artist MISANTHROPE
Title Misanthro-therapie: 15 Années d’ Analyse
Homepage MISANTHROPE
Label HOLY RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Zum 15 jährigen Bandjubiläum der französischen MISANTHROPE (nicht zu verwechseln mit MISANTROPHE, „Der Schädel des Denkers“) bringt das Quintett bereits das neunte Studioalbum heraus, und das gleich in einer noblen Box mit Bonus CD und DVD. Während sich auf letzterer 4 Stunden audiovisuelles Vergnügen befinden (Dokumentation, Interviews, Konzertausschnitte), enthält der „Zusatz-Silberling“ ein Live-Konzert und 4 Coverversionen (von AT THE GATES, TRUST, CORONER und SUP). Leider liegt mir für diese Bewertung nur die eigentliche „Haupt-CD“ vor, aber auch darüber lassen sich genügend Worte verlieren.

MISANTHROPE haben sich in all den Jahren in ihrer Heimat einen guten Namen gemacht, hier in Deutschland führen sie allerdings eher das Leben einer Randexistenz. Ob das an der recht kuriosen Soundmischung oder den etwas schwer verdaulichen französischen Lyrics liegt, kann man an dieser Stelle sicherlich nicht klären. Jedenfalls vermischt man Death und Thrash-Metal mit symphonischen, progressiven und folkloristischen Elementen, welche dem Gesamtprodukt einen leicht avantgardistischen Beigeschmack verleihen. Dazu tragen auch die poetischen Texte und Songtitel bei. Im Grunde lassen sich einige Anleihen bei den leider viel zu früh von uns gegangenen DEATH finden, was das Riffing oder die Solos angeht, die nicht unbedingt immer den leichtesten Weg in die Ohren des Hörers nehmen. Der Gesang fällt eher in die Sparte „tiefes, aggressives aber verständliches Gebelle“, wobei die französische Phrasierung sicherlich nicht jedermanns Sache sein wird. Ein Track wie „Amour Anthropophage“ kann als schwere Midtempowalze durchaus überzeugen, gleich im darauffolgenden „Crimes, Tyrannie“ wird die Sache dann schwer theatralisch. Auch vor akustischen Elementen oder bombastischen Keyboardparts, die man eher im Black Metal erwarten würde, wird nicht halt gemacht. Völlig aus der Reihe fällt schließlich „Conte Fantasmagorique“ (nächstes Mal bitte einfacher zu schreibende Titel, bitte!), welches einen starken Mittelaltereinschlag mit Flöten und Dudelsäcken besitzt.

Die langjährige Erfahrung merkt man den Musikanten durchaus an, dennoch wäre hier an manchen Stellen „weniger mehr“ gewesen. So wirken die 13 Stücke wie ein opulentes Festmahl, wo zwar jeder einzelne Gang seine Reize besitzt, man aber über kurz oder lang keinen Hunger mehr hat. Eingefleischte Fans werden das aber sicher ganz anders sehen und die misanthropische Therapie für das bisher reifste Werk der Franzmänner halten. Wer es also technisch und pompös mag, sollte diesen Rundling mal antesten, am besten gleich in der oben beschriebenen Limited Edition.

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