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MISERY INC. - Random End

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Artist MISERY INC.
Title Random End
Homepage MISERY INC.
Label FIREBOX
Leserbewertung
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Hab ich schon erwähnt, wie krass Finnland ist? 5,5 Mio Einwohner, und wohl jeder hat ne erfolgreiche Metal Band. Die nächsten Nordlichter (und nicht bei Spinefarm…) sind MISERY INC., die ursprünglich Songs ohne jegliche Lead-Gitarre machen wollten, dies aber dann glücklicherweise zu langweilig fanden.

Glücklicherweise, weil “Random End“ echt klasse geworden ist! Zu Beginn würde man eine einfache Death-Combo vermuten, denn der Opener „Hymn for Life“ beginnt mit einem fetten TrashGitarren-Brett und Hammer-Growls, doch dann kommt schon der cleane Gesang, bei dem so manche Power Metal-Combo neidisch werden würde. Ok, als Melo-Metal mit einigen Growls sollte man meinen… auch falsch, denn die Finnen zocken hier eine klasse Mischung aus beidem. Vorneweg brettern harte, aber melodische Riffs sowie treibendes Drumming, und beim Ohrwurm-Refrain zu „Hymn for Life“ peitschen sich die beiden Sänger Jules und Niko gegenseitig zu Höchstleistungen. Sowohl beim fiesen Growlen als auch beim „normalen“ Gesang. War beim Vorgänger „Yesterday’s Grave“ noch wenig vom Können der Axt-Männer zu hören, hat sich dies nunmehr grundlegend geändert. Denn die Gitarristen Janne und Teemu schütteln hier und über die gesamte Laufzeit einige Killer-Soli aus dem Ärmel. Wobei die restlichen Tracks nur knapp hinter dem tollen Opener liegen. So kann auch „Fallen Rage“ durch einen weiteren packenden und kraftvollen Refrain mit dem Wechsel von Growls und den hier leicht überwiegenden cleanen Vocals überzeugen, bei dem im Hintergrund wieder einige gelungene Highspeed-Soli abgelassen werden.

Das „erschreckende“ bei dieser Scheibe ist, dass man sie ohne Probleme durchhören kann, und es wird ganz einfach nicht langweilig. Man konnte die Stärken der letzten Platte, nämlich starke Strophen und gut herausgearbeitete Refrains noch weiter festigen und hat dazu noch mächtig im Bereich der Gitarren-Soli hinzugewonnen. Melodisch ohne zu balladesk oder gar poppig zu klingen, technisch versiert, ohne es zu übertreiben und fett und brachial, ohne zu schepprig oder zu deathig rüberzukommen. Die perfekte Mischung, auf die sich endlich der Böse-Kittel und die Melancholy-Dame werden einigen können! Moshen und dahinschmelzen und das bei einem top-produzierten „Random End“.

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