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MISS JUNE - Bad Luck Party

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Artist MISS JUNE
Title Bad Luck Party
Homepage MISS JUNE
Label FRENCHKISS RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Angesichts des Bandnamens MISS JUNE und eines nur kurzen Blicks auf das Albumcover könnte man meinen, die besagte Miss June sei eine engagierte Grundschullehrerin, die sich rührend um ihre Schüler und den Schulgarten kümmert. Und mit ihren Zöglingen nette Liedchen trällert, die sie auf ihrer Wandergitarre begleitet. Alles falsch, denn das Quartett aus Auckland hat zwar Gitarren im Gepäck, aber die werden elektrisch betrieben und jaulen in punkiger Manier ziemlich dominant auf.

Gemeinsam feiern Rampensau Annabel Liddell und ihre Mitstreiter Tom Leggett (Drums), Jun Park (Gitarre) und Chris Marshall (Bass) eine „Bad Luck Party“, die spätestens mit dem lärmenden „Two Hits“ komplett aus dem Ruder läuft. Das nachfolgende „Anomaly“ spiegelt derweil den Hangover des nächsten Tages wider, doch wer mit dem „Best Girl“ gefeiert hat, darf auch mal zur Ruhe kommen (vgl. „Double Negative“), wobei hier natürlich ebenso wie bei „Orchid“ irgendwann der eruptive Schrammel-Ausbruch folgt. MISS JUNE hat halt Hummeln im Hintern! Das beweist sie auch mit dem düster-grummelnden „Enemies“, bevor es mit „Auqarium“ noisig zur Sache geht und dank „Scorpio“ das Tempo anzieht. „Please Waste My Time“ fordert der Vierer im Folgenden ziemlich unmissverständlich, um dann auf der Zielgeraden mit „Polio“ letztmalig auf den Putz zu hauen.

Nicht nur die Gitarren stehen bei MISS JUNE aus Neuseeland unter Strom, gleiches gilt auch die Musiker, die mit ihrem Erstling „Bad Luck Party“ einen hochenergetischen Mix aus Post-Punk, No-Wave und Indie-Rock destillieren, der mit melodischen Hooks und verzerrten Langäxten grandios zu Kopfe steigt.

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