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MISS PLATNUM - Sweetest Hangover

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Artist MISS PLATNUM
Title Sweetest Hangover
Homepage MISS PLATNUM
Label FOUR MUSIC
Leserbewertung
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4.0/10 (2 Bewertungen)

Ich muss direkt zu Beginn einwerfen, ich komme nicht hinter das Konzept von MISS PLATNUM. Eine Kunstfigur, erschaffen von Ruth Maria Renner, die laut Sony ein Genussmensch ist und daher ein Stück Torte genau so liebt, wie das eine oder andere alkoholische Getränk. Soweit so gut. Warum die 29-jährige Berlinerin ihr Album „Sweetest Hangover“ nennt, bleibt mir trotzdem schleierhaft. Natürlich ist ein Paradoxon ein wunderschönes sprachliches Mittel und es verfehlt ja auch nicht seinen Zweck. Verwirrung. Allein die Plattenhülle lässt mich die Augenbrauen heben. Zuviel Ähnlichkeit mit Hologramm-Aufklebern aus meiner Kinderzeit für meinen Geschmack. Aber man soll ja nicht nach dem Aussehen urteilen, die inneren Werte zählen schließlich.

Renners zweite CD ist ziemlich „flippig“ geworden. Ich brauchte zwar einige Sekunden, um den Balkanbeat zu mögen, aber dann hat es mich doch leicht mitgerissen. Treibende Rythmen, wunderbare Melodien und verspielte Bläser. Das alles hat sie aus ihrer Heimat mitgebracht. Die Deutsch-Rumänin wurde in Timisoara geboren und zog mit acht Jahren nach Berlin. Hier ist sie schon lange fester Bestandteil der Musikszene: Support von SEEED und PETER FOX. Lange hielt meine Begeisterung aber nicht an. Genau genommen nur während des ersten Songs. Ich versuche immer noch den Bogen zu LADY GAGA zu schlagen, doch leider fehlt mir an der Figur PLATNUM etwas. Der Einstieg „Why did you do it“ ist wie gesagt eigentlich ganz groovy. Ich muss nur leider feststellen, dass mir danach recht schnell langweilig wird. Zum Feiern sicher eine schönes Werk. Abtanzen mit viel Popo wackeln. Textlich kann ich mich nicht wirklich durchringen, dies aufzudröseln. Die Frage ist aber auch: Soll man das? Viele Kritiker sagen, sie könne mit GAGA konkurrieren. Ich denke nicht. MISS PLATNUM ist dafür zu „unfertig“. Oder ich verstehe das Konzept wirklich nicht?

Wer R’n’B-Pop-Hip-Hop-Misch-Masch (was für ein Wort) mag, wird aber Freude an der Platte finden. „Don’t go stranger“ als Ballade hebt sich etwas ab und gefällt auch (mir) wieder besser. Vielleicht einfach reinhören und sich selbst überzeugen. Fan werden oder MISS PLATNUM ganz einfach nur in Diskotheken treffen.

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