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MOBINA GALORE - Don’t Worry

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Artist MOBINA GALORE
Title Don’t Worry
Homepage MOBINA GALORE
Label GUNNER RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Wer glaubt, zwei Frauen hätten nicht genügend Energie, es musikalisch ordentlich krachen zu lassen, kennt Jenna Priestner (Gesang & Gitarre) und Marcia Hanson (Drums & Gesang) nicht. Die beiden Ladies aus Winnipeg haben sich seit 2010 krachenden Punk-Rock auf die Fahnen geschrieben und grüßen heuer mit ihrer dritten Full-length „Don’t Worry“.

War beim 2017er Vorgänger „Feeling Disconnected“ das Motto „Trennung“ die Überschrift über allem, bewegen sich die Damen bei ihrem dritten Streich auf ganz ähnlichem Terrain, denn diesmal lautet das Thema: „Heartbreak“. Diesem Gedanken nähert sich das Duo allerdings keinesfalls mit melancholischen Balladen, nein, hier gibt es amtlich was auf die Zwölf und wenn es zu Beginn hochenergetisch heißt: „I Want It All“, glaubt man das den beiden sofort. „Back To The Beginning“ ist insofern auch nichts schlimmes, sondern nur eine sehr überzeugend und druckvoll vorgetragene Tatsache. Einen blitzschnellen „Escape Plan“ haben die Kanadierinnen eh in petto und im Zweifel geht es einfach mal zum Sonne tanken nach „California“. „Completely Disconnected“? Macht doch nichts! Zumindest nicht, wenn der gleichnamige musikalische Vortrag so abwechslungsreich und mitreißend ausfällt. Knackig schließt sich „Dig Myself Out“ an und wenn der Zweier wie bei „Sorry, I’m A Mess“ härtere Töne im Highspeed-Modus anschlägt, zweifelt man doch sehr daran, dass MOBINA GALORE sich tatsächlich für irgendwas entschuldigen. Weiter geht es mit dem ruppigen „Denim On Denim“, bevor „I Need To Go Home“ die zarte Seite des Duos präsentiert. Die ist immer noch ziemlich kratzbürstig, zeigt aber auch die Variabilität von Jennas rauem Gesang. Überhaupt scheint man auf der Zielgeraden ein bisschen versöhnlicher zu sein: „Just Went Away“  und „Oh, Irene“ klingen ein wenig eingängiger, wobei auch diese beiden Nummern mit eruptiven Ausbrüchen glänzen, die es in sich haben! Bleiben noch „Four Hours of Sleep“ und siehe da: Miss Priestner hat ihren Sechssaiter ausgestöpselt und es wird unplugged gejammt.

Auch mit reduzierten Mitteln strahlen MOBINA GALORE eine unbändige Kraft aus, die insbesondere durch die Vocals stets präsent ist. Auch an den Instrumenten lassen die Mädels nichts anbrennen und so ist „Don’t Worry“ einfach ein Musik gewordenes Stehaufmännchen mit unbändiger Entschlossenheit und enormer Spielfreude.

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