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MOCKEMALÖR - Science-Fiction

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Artist MOCKEMALÖR
Title Science-Fiction
Homepage MOCKEMALÖR
Label R.D.S. REVOLVER DISTRIBUTION SERVICES
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MOCKEMALÖR, das klingt ein wenig nach einem Möbelstück aus dem großen schwedischen Möbelhaus. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Berliner Artpop-Trio bestehend aus der Sängerin Magdalena Ganter und Simon Steger (Tasten) sowie Martin Bach (Schlagzeug). „Science-Fiction“ ist das dritte Album der Hauptstädter und alles andere als Mainstream.

Irgendwie haben die zwölf Stücke allesamt etwas unnahbares und gleichzeitig traumwandlerisches. Die Downbeats und Minimalsounds passen dabei bestens in eine total angesagte Berliner Szene-Bar und wenn so wie bei der Vorab-Single „Nullpunkt“, bei der auch CÄTHE mitwirkt, mit mehr klanglicher Opulenz gearbeitet wird, darf sogar – wenn auch ein wenig unterkühlt – getanzt werden. Jazzige Experimentierfreudigkeit und ein unbeschwertes Pfeifen gibt es mit „Glück“ auf die Ohren, während „Zucker“ einen Hauch Laszivität ins Spiel bringt. „Unterwelt“ und „Oberwelt“ sind währenddessen instrumentale Zwischenspiele, auf die abermals die außergewöhnliche Stimme Magdalenas und elektronisch verbrämte Melancholie folgen.

MOCKEMALÖR ist eine Wortschöpfung aus dem alemannischen Mocke und dem französischem Malheur und meint „ein schönes Missgeschick“. Der Umstand, dass die erste Langrille aus 2013 den Namen „Schwarzer Wald“ trägt und die Lieder dort im alemannischen Idiom vorgetragen werden, lässt ahnen, dass zumindest Fräulein Ganter nicht immer in der Hauptstadt gelebt hat. Tatsächlich ist die 32-jährige Dame in Hinterzarten aufgewachsen und 2010 zum Studieren an die Spree gekommen. Hier fand sie die passenden Mitstreiter für ihren speziellen Electro-Chanson, der irgendwo zwischen KRAFTWERK und der Sinnlichkeit der Goldenen Zwanzigern changiert.

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