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MODEST MOUSE - An Eraser and a Maze

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Artist MODEST MOUSE
Title An Eraser and a Maze
Homepage MODEST MOUSE
Label GLACIAL PACE RECORDINGS
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MODEST MOUSE sind eine 1993 gegründete Indie-Rock-Formation aus dem beschaulichen Issaquah im US-Bundesstaat Washington. Vor 30 Jahren haben sie ihr Langspiel-Debüt „This Is a Long Drive for Someone with Nothing to Think About“ veröffentlicht, Anfang Juni war mit „An Eraser and a Maze“ Studio-Album Nr. 8 an der Reihe.

Stilistisch passten MODEST MOUSE irgendwie noch nie so richtig in eine Schublade, daran hat sich auch 2026 nicht wirklich etwas geändert. Entsprechend stecken die 15 Songs auf „An Eraser and a Maze“ auch voller Überraschungen. Der lebhafte Opener „Picking Dragons’ Pockets“ eröffnet mit eingängigen Indie-Sounds, bevor „Remember Yourself“ für einen entspannten Moment des Innehaltens sorgt. Mit „Life’s A Dream“ folgt einer der Höhepunkte der Platte. Joe Plummers Schlagzeug besitzt eine physische Wucht, über die sich die charakteristischen Gitarrenmotive schichten, die aus denkbar einfachen Figuren maximale Spannung entwickeln. Selbst Brock verlässt zeitweise seinen gewohnt ruppigen Vortrag und singt so melodisch wie selten zuvor. Derweil schlägt „Dogbead In Heaven / Give It A Skeleton“ nach wenigen Minuten eine völlig neue, reduzierte Singer-Songwriter-Richtung ein, während „Speak And Spell (Or Not)“ mit einem einprägsamen Riff, knarzendem Bass und fettem Groove im Ohr bleibt. Im ersten Moment glaubt man bei „Rotten Fruit“, die Nummer würde irgendwie mit zu hoher Geschwindigkeit abgespielt, tatsächlich wirkt dieses Lied etwas hektisch und nervös. Mitgewirkt hat an der dezent experimentellen Nummer im Übrigen Dustin Raisen aka pkpkpkpk. „Absolutely Necessary Never“ atmet hingegen einen Hauch unterkühlte Wave-Ästhetik, während der „Song About Nothing“ die spröde Sperrigkeit von THE FALL mit futuristischem Lärm kreuzt. Den Abschluss bildet „Impossible Somedays“, das nochmals Shoegaze- und Dark-Wave-Elemente aufgreift, ihnen aber jede Schwere austreibt.

Bei aller Variabilität der einzelnen Songs, wirkt „An Eraser and a Maze“ als Ganzes sehr stimmig und überzeugend. Die Tracks stecken voller Druck, Dynamik und mitunter roher Energie. Isaac Brock – nach dem Krebstod von Drummer Jeremiah Green in 2022 einziges verbliebenes Gründungsmitglied von MODEST MOUSE – gelingt es, seiner oft nölig wirkenden Stimme mehr Ausdruck zu verleihen, was in Kombination mit der kraftvollen und doch filigranen Instrumentierung „An Eraser and a Maze“ zum vielleicht besten Album von MODEST MOUSE macht.

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