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MODULATE - Detonation

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Artist MODULATE
Title Detonation
Homepage MODULATE
Label INFACTED RECORDINGS
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MODULATE ist das Projekt von Geoff Lee, seines Zeichens DJ aus Manchester, und regelmäßigen Clubgängern sicherlich durch den Track „Skullfuck“ längst durch die Gehörgänge gewummert. Nach einigen Compilation-Beiträgen, der „Skullfuck“ EP und Touren im Vorprogramm von VNV NATION sowie COMBICHRIST liegt nun das erste vollständige Album „Detonation“ vor, das mit seinen neun regulären Stücken ganz im Sinne des Covermotivs mächtig für Verwüstung (auf den Tanzflächen) sorgen könnte.

Nach einem kurzen Intro ballert sich zunächst das mit einem prägnanten Sprachsample ausgestattete „Buzzsaw“ (ebenso wie später „Hard and dirty“) COMBICHRIST-like den Weg frei und macht ordentlich Alarm. Auch die nächste Nummer „Revolution“ mit dem zugegebenermaßen bereits etwas ausgelutschten „Viva la revolution“ –Sample (höre z.B. THE RETROSIC) macht keine Gefangenen und schon ist man mittendrin in der Welt von MODULATE. Immer uptempo und beatig bewegt man sich mit Einflüssen aus (Dark) Techno, EBM, Dance sowie Industrial durch verschiedenste elektronische Spielarten und hat hieraus neun modern und kraftvoll klingende Kompositionen gebastelt, die sich schnell einfräsen, viel Drive und auch einiges an Radau-Potenzial aufweisen und dem Hörer kaum eine Atempause gönnen. Wie heißt es doch bei den Kollegen von NOISUF-X: „Hit me hard and hit me fast“. Genau so und nicht anders wurde hier von Geoff gearbeitet, der sich für den Mix und das Mastering zusätzlich der Hilfe von Kolja Trelle (SOMAN) bedient hat, dessen eigenes musikalisches Anliegen ebenfalls nicht wirklich abseits von „Detonation“ verläuft.

Das nicht ganz so harte THE PRODIGY Cover „No good“ überrascht etwas, kommt aber nicht an das Original heran, „Raising Lucifer“ ist daneben der einzige Song mit richtigen bzw. wohl eher höllischen Vocals und zum heftigen Clubhit „Skullfuck“ braucht man ohnehin nicht mehr viele Worte zu verlieren. Ferner macht auch „Bass Alert“ seinem Namen alle Ehre, der hier wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passt. Keine großen Ausreißer also, sondern eine insgesamt ziemlich fette Angelegenheit, allerdings vielleicht mit der latenten Gefahr, dass man dem Ganzen irgendwann überdrüssig werden könnte. Für die Beschallung der Tanztempel ist das Album jedenfalls bestens geeignet und mir persönlich gefällt’s auch im Heimgebrauch…

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