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MOLOTOV JIVE - Songs For The Fallen Apart

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Artist MOLOTOV JIVE
Title Songs For The Fallen Apart
Homepage MOLOTOV JIVE
Label STRANGE WAYS
Leserbewertung
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MOLOTOV JIVE bezeichnen sich selbst als den „sound of young sveden“. Ein Klangerlebnis, mit dem sich das Kleeblatt aus Karlstad im Schlepptau ihrer Landsleute von SUGARPLUM FAIRY auch hierzulande eine ganz erkleckliche Fangemeinde aufgebaut hat. Diese junge Indie-Gemeinde wartet sicherlich schon gespannt auf den zweiten Longplayer nach dem 2006er Debüt „When It’s Over I’ll Come Back Again“ und wird – so viel nehme ich schon mal vorweg – bestimmt auch nicht enttäuscht. Übrigens hatte die Band ausgerechnet auf einer deutschen Autobahn eine Vision von einem großen Album, das sie voller epischer Momente sah, welches gleichzeitig aber auch raue Songs über all das beinhalten sollte, was MOLOTOV JIVE in den letzten Jahren widerfahren ist…

Während der Erstling eher eine Sammlung von Pop-/ Punk-/ Beatsongs über die verschiedensten Teenagerängste war, zeigt sich der Nachfolger sowohl inhaltlich als auch musikalisch breiter aufgestellt. Der Sound bleibt jugendlich ungestüm, klingt aber nicht mehr, als hätten vorrangig die LIBERTINES Pate gestanden. Inzwischen werden auch BRUCE SPRINGSTEEN und die späten THE CLASH als Inspirationsquellen genannt, was sich auch in den zwölf Stücken auf „Songs For The Fallen Apart“ niederschlägt. Gleichzeitig können MOLOTOV JIVE ihre skandinavischen Wurzeln nicht verleugnen, kein Wunder, dass in Schweden die dortige Singleauskopplung „Paint The City Black“ mit seinen temporeichen Schrammelgitarren gleich sämtliche Radio-Playlists gestürmt hat. Bei uns gab’s als Vorgeschmack aufs Album „Monday Tuesday“ – ein sehr dynamischer Track mit absoluter Tanzbarkeit und catchy Hooks, ganz so wie man es von einer schwedischen Rockband erwartet. Fast muss man ja annehmen, dass Rock ’N’ Roll in Skandinavien auf dem Stundenplan steht, betrachtet man die Rockkappellen-Dichte im Land der Elche. MOLOTOV JIVE hatten zudem immer schon eine ziemlich große Klappe und waren nie bange, auf dicke Hose zu machen, da ist es schon erfreulich, dass Fronter Anton Annersand und seine Mannen auch ihr weiches Rockerherz sprechen lassen und mit „Cecilia And The Love“ und dem abschließenden „Epilogue“ zwei Schmusenummern im Repertoire habe. Dazwischen stecken jedoch noch allerhand schweißfördernde Stomper, die auf den Dancefloor locken und ganz einfach Spaß machen. Als Anspieltipps seien hier noch „Nicotine“ und „Leave In The Streets“ genannt.

Wirklich etwas Neues erfunden haben MOLOTOV JIVE mit „Songs For The Fallen Apart“ letztlich nicht. Aber bekannte Songstrukturen und Soundmuster wissen die kecken Schwedenhäppchen famos umzusetzen, weshalb mich die aktuelle VÖ bestens unterhalten hat. Wer auf MANDO DIAO, SUGARPLUM FAIRY und Konsorten steht, wird ähnlich fühlen.

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