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MONO INC. - Pain, Love & Poetry

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Artist MONO INC.
Title Pain, Love & Poetry
Homepage MONO INC.
Label NOCUT
Leserbewertung
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6.1/10 (15 Bewertungen)

MONO INC. legen mit „Pain, Love & Poetry” ihre dritte Langrille vor. Anfang des Jahrtausend gegründet, gab’s 2004 und 2006 bereits zwei Alben, bevor man sich von Sänger Miky trennte. Statt seiner steht jetzt Drummer Martin Engler am Mikro, der seine Drumsticks an Neuzugang Katha Mia weitergegeben hat. Außerdem ist auf der aktuellen Scheibe noch ein Gast zu hören: Lisa Middelhauve (bis vor Kurzem Fronterin bei XANDRIA) lieh der Vorabsingle „Teach Me To Love“ ihre Stimme.

Los geht’s jedoch mit „This Is The Day“, das mit treibenden Rhythmen skandinavischer Goth-Rock-Machart betört. Mehr ins elektronische Fach verlegen sich MONO INC. mit „The Last Waltz“, bevor das besagte Duett mit Frau Middelhauve für Schmusealarm sorgt. Glücklicherweise versinkt die Nummer dabei nicht im Kitsch, sondern erinnert ein wenig an „Where The Wild Roses Grow“ von NICK CAVE und KYLIE MINOGUE. Überrascht hat mich das D-A-D-Cover „Sleeping My Day Away“. Statt knackigem Rock, wie man ihn von den Dänen kennt, hat die MONO INC.-Version deutlich mehr Keyboard-Untermalung und elektronischen Bombast bekommen, was dem Sound aber nicht unbedingt geschadet hat. Mit „Bloodmoon“ lassen es die Hamburger auch etwas mehr krachen, dann läuten Orgelklänge „Get Some Sleep“ ein. Hier wagt sich das Quartett abermals in nordische Düstergefilde vor, um mit „Planet Shame“ auf MARILYN MANSON-Drums & Gitarrenriffs zurückzugreifen, die mit leicht verzerrten Vocals präsentiert werden. Für „Life Hates You“ scheinen sich MONO INC. Anregungen bei QUEENSRYCHE geholt zu haben. Zumindest erinnert mich der Song nicht unwesentlich an „Silent Lucidity“ – vor allem wenn die Streicher in Aktion treten. Auch „Somewhere Else Than Here“ setzt weiter auf getragene Melodien, während „Burn Me“ Mittelalter-Rock-Elemente einbaut und das Tempo wieder anzieht. Bei „Pain Machine“ beschränken sich MOMO INC. auf Martins Stimme und melancholisches Klaviergeklimper, was einen emotionalen Ausklang des Albums beschert.

Mit „Pain, Love & Poetry“ dürfte so ziemlich für jeden was dabei sein. MONO INC. bewegen sich musikalisch von (relativ) hart bis zart. Der Gothrocker wird ebenso bedient wie seine sentimentale Freundin und der Kumpel mit Eighties-Elektro-Ambitionen. Alles sehr eingängig und nett anzuhören, wenngleich man vergeblich den bandeigenen roten Faden sucht.

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