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MONO INC. - Viva Hades

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Artist MONO INC.
Title Viva Hades
Homepage MONO INC.
Label NOCUT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.7/10 (9 Bewertungen)

MONO INC. zählen inzwischen auch schon zu den Urgesteinen des deutschen Goth-Rocks, aber der richtige Erfolg kam wohl erst mit der letztjährigen UNHEILIG-Tour, bei der sie den Grafen supporten durften. Unter solchen Vorzeichen (und dem Umstand, dass der ehemalige Sänger und das Gründungsmitglied Miky Mono tödlich verunglückte) eine neue Platte zu machen, kann schwierig werden, wenn der potenzielle wirtschaftliche Erfolg das Songwriting zu sehr beeinflusst. MONO INC. sind sich jedoch auch bei ihrer fünften Studio-Langrille „Viva Hades“ treu geblieben und machen genau da weiter, wo sie mit „Voices of Doom“ aufgehört haben.

Natürlich kann man hier auch gleich wieder den Vorwurf erheben, die Hamburger hätten sich nicht weiterentwickelt, aber dafür kommt „Viva Hades“ zu rund rüber. Nach einem Start, der nach einer uralten Schallplatte klingt, gehen Martin Engler (Gesang), Carl Fornia (Gitarre und Gesang), Manuel Antoni (Bass und Gesang) sowie Katha Mia an den Drums in bewährter Manier bei „Admiration Hill“ in die Vollen. Die digitale Vorab-VÖ „A Love Symphony of Pain“ bringt alle Ohrwurm-Qualitäten mit, bevor MONO INC. mit „A Love That Never Dies“ erstmals ruhigere Töne anschlagen. Insbesondere bei den Balladen darf natürlich die stimmliche Unterstützung von Katha Mia nicht fehlen, die mit ihrem süßen Gesang in Kombination mit Martins Organ schon so etwas wie ein MONO-INC.-Markenzeichen geworden ist. Der Titeltrack „Viva Hades“ erinnert zunächst in den Anfangstakten an DEPECHE MODEs „I Feel You“, entwickelt sich dann jedoch zum mitsing- und tanzbaren Rocker. „Potter’s Field“ schmachtet mitsamt akustischer Gitarre und Streichern aus den Boxen, um mit „C’est La Vie“ umgehend wieder in die Vollen zu gehen. Das Tempo wird beim folgenden „Revenge“ noch mal gesteigert und wem dieser Song nicht ins Bein fährt, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen. Da kommt „When All My Cards Are Played“ ein wenig unverhofft, denn stärker hätte der Bruch zwischen Uptempo-Kracher und herzerweichender Ballade kaum ausfallen können. Mit „The Best of You“ dürfte das Quartett erneut den Dancefloor füllen, bevor „Never Say Die“ noch einmal für große Emotionen sorgt und „Reminiscence“ das musikalische Thema der Platte erneut aufnimmt.

„Viva Hades“ ist fast ohne jeden Fehl und Tadel. Alle elf Songs sind absolut hörenswert und gelungen, nur der richtige Smasher fehlt auf dem Silberling. Dafür gibt es durchgängig hohe Qualität, die immerhin mit einer Position 50 in den deutschen Albumcharts belohnt wurde. Mal ganz abgesehen davon, dass auch die aktuelle Headliner-Tour bestens läuft, wovon der Terrorverlag selbstverständlich auch berichten wird.

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