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MONOFADER - Frost

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Artist MONOFADER
Title Frost
Homepage MONOFADER
Label INFACTED RECORDINGS
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Es scheint fast so, als wollten sich die beiden Stamm-Mitglieder von ICON OF COIL gegenseitig mit ihren Projekten übertrumpfen: Während „Everybody’s Darling“ Andy LaPlegua nach COMBICHRIST nun mit der (exzellenten) PANZER AG-Veröffentlichung punkten kann, versucht sich Sebastian Komor nach der BRUDERSCHAFT nun an einer Geschichte namens MONOFADER auf deutlich ruhigerem Terrain. 2001 lernten sich die beiden Protagonisten Komor und Richard Bjorklund (SPEKTRALIZED) in einem dunklen Studio kennen, schon kurze Zeit danach brachte man den Track „Solid Ground“ auf einem Sampler unter, noch unter dem Namen OFF:TRIBE. Es dauerte schließlich noch eine Weile, bis man nun den vollgepackten ersten Longplayer vorlegen kann.

Als Einflüsse nennt man die Pole Synthie und Future Pop und genauso muss man sich die Musik auch vorstellen. Da gibt es die flotten Uptempo-Stampfer mit Clubgarantie, die wahlweise an COVENANT, APOP oder natürlich auch ICON erinnern (besonders „Behind“), sowie melancholisch gehaltene, fast balladesk zu nennende Tracks. Zu letzteren zählt z.B. „Cold and awake“, wo man stimmlich sehr in der Gahan/ IRIS-Kiste wühlt. DEPECHE MODE ist mit Sicherheit auch nicht die schlechteste Inspiration, wenngleich Bjorklunds Gesang nicht mit den ganz Großen mithalten kann, er klingt gerade in den gefühlvollen Momenten etwas ausdrucksschwach. Das fällt bei Hits wie „Deliver“ oder „Scars“ kaum ins Gewicht, wo man zielstrebig auf ausgefeilte Future Pop-Melodiebögen hinsteuert, die sogar nach mehrmaligem Hören nicht langweilig werden. Komors Talent für ausgefeilte, nicht zu offensichtliche Arrangements kommt über weite Strecken voll zum Tragen, überall blubbern kleine Details. Eine launige/ überlange Soundcollage schließt das gutklassige Debüt ab.

Das dynamische Duo erschafft hier weder etwas bahnbrechend Neues, noch etwas ausgesucht Künstlerisches. Nein, man konzentriert sich auf die eigenen Stärken: Melancholisch, eingängige Songs mit Mitsummgarantie und Bewegungsinspiration. Futter für die schwarze Elektrowelt von heute und das nicht zu offensichtlich gemacht. Von daher darf die Zielgruppe mit „Frost“ sehr zufrieden sein.

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