| Artist | MONOLITH (DE) |
| Title | Horizon |
| Homepage | MONOLITH (DE) |
| Label | FUEGO RECORDS |
| Leserbewertung |
Die in Bremen ansässige Retro-Doom-Psychedelic-Rock-Kapelle MONOLITH wurde 2010 gegründet. 2014 erschien das Langspiel-Debüt „Dystopia“, zwei Jahre später der Nachfolger „Mountain“ auf den jetzt der dritte Streich „Horizon“ folgt. Charismatischer Gesang, rohe Gitarren, ein knackiger Bass und mächtige Drums sind die Grundzutaten des Dreiers, der sich am harten Rock der Sixties und Seventies orientiert. Dazu gehört auch, dass alle sieben Stücke in gerade einmal drei Tagen live im Studio aufgenommen wurden, nur Gesang und Gitarrensoli sind als Overdub hinzugefügt worden.
War der Erstling noch vom klassischen Stoner-Doomrock geprägt, zeigten sich auch „Mountain“ bereits hörbare stilistische Weiterentwicklungen, die mit „Horizon“ ein noch breiteres Spektrum erfahren haben. Zweifellos ist die psychedelische Komponente ausgeprägter denn je. Gleich der Opener „Neptunes Daughter“ tritt den überzeugenden Beweis an und auch das nachfolgende „Disease“ spielt mit diesem Genre-Versatz, fühlt sich jedoch auch durchaus in bluesigen Southern-Rock-Gefilden zuhause. „Be Slow Or Be Dead“ atmet gar ein wenig BLACK-SABBATH-Vibes und mitunter klingt der Fronter und Bassist Ralf Brummerloh tatsächlich wie der junge Ozzy Osbourne. „Stuck In The Ice“ übernimmt mit schwurbeligem Kopfnicker-Retrorock und kommt mit wenig Vocals aus, bevor „Midnight Sun“ Tempo macht und die finale Ballade „Horizon“ noch einmal in die doomigen Vollen geht.
Thematisch geht es bei „Horizon“ um die ‚Franklin – Expedition‘ – die letzte Forschungsreise des Polarforschers John Franklin Mitte des 19 Jahrhunderts, die tragisch mit dem Tod aller Teilnehmer in der Arktis endete. Die Texte nehmen frei assoziiert Bezug zu den existenziellen Erfahrungen der Reisenden. Deren Abenteuerlust, aber auch dem Dahinsiechen, dem Leid, der Hoffnung doch noch der Eiswüste zu entkommen und der finalen Resignation, sich dem Schicksal zu ergeben, was insbesondere der Titeltrack des Albums gekonnt zum Ausdruck bringt.

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