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MONOLITH - Talisman

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Artist MONOLITH
Title Talisman
Homepage MONOLITH
Label ALFA MATRIX
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Schaltkreis, Rhythmus, Silizium: Go! Eric van Wonterghem (ex-KLINIK und aktives Mitglied von INSEKT & SONAR) gibt sich mit MONOLITH zum sechsten Mal die Ehre eines Solo-Ergusses. So ist und bleibt der belgische Elektroveteran und Produzent mit seiner Limitierung der Scheibe auf 666 (!) Stück einer einfach nur noch tragischen Zahlenkodierungstradition des Industrials treu ergeben. Doch sollte sich nicht nur der Sammler freuen. All Ihr Disko-Bonbons da draußen aufgepasst: Das Album „Talisman“ ist auch ohne hirnverbreiende Substanzen tanzbar. Solide Rhythmen ziehen sich wie eine Line Koks, äh wie ein roter Faden meine ich natürlich, durch das gesamte Album. Die Verschaltung von Tribal und Industrial hat vielleicht kein neues Subgenre geschaffen, sorgt jedoch für Freude bei manch einem DJ. MONOLITH muss laut gehört werden, damit sich der musikalische Koloss entfalten kann. Die elf Stücke des Albums sind mit diversen Sprach-Sample-Beiträgen gewürzt. Loops, 80er Retroelemente und alle möglichen Spielereien sorgen trotz hypnotischer Grundstimmung für den Anstieg des Sympatikustonus. Tack 7 „Talisman“, Namensvetter des Albums, setzt auf die Einspielung exotischen Frauengesanges und bleibt trotz einer gewissen Sehnsucht nach Goa sehr düster.

Letztendlich programmiert sich Eric van Wonterghem in zuckende Leiber auf Tanzflächen und das nicht schlecht. Doch bleibt eine gewisse Leere beim Hören von MONOLITH zurück: Bis auf den Körper wird hier recht wenig durch die Musik bewegt. Clubsounds in Reinform machen es schier unmöglich das Ding im Wohnzimmer zu hören, ansonsten sei es Kennern und Freunden wilder Partynächte vergönnt, MONOLITH als kleinen Talisman im schnöden Diskovollrauschalltag zu genießen.

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