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MONOLITH - The Inner Core

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Artist MONOLITH
Title The Inner Core
Homepage MONOLITH
Label SLEEPLESS RECORDS BERLIN
Leserbewertung
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9.7/10 (3 Bewertungen)

Nach der Reaktivierung von ABSOLUTE BODY CONTROL widmet sich Eric van Wonterghem (SONAR, INSEKT) nun auch wieder seinem Soloprojekt MONOLITH, dessen letztes Album „Talisman“ bereits aus 2006 datiert. 12 neue Kompositionen zieren das aktuelle Werk, das zudem durch fünf Remixe abgerundet wird. Und schaut man sich einmal an, wer hier alles als Remixer fungiert, dann weiß man bei Namen wie LUSTMORD, ESPLENDOR GEOMETRICO, GEISTFORM oder SYNAPSCAPE, dass der Belgier exzellent vernetzt und durchaus kein Leichtgewicht in der Szene ist.

Die auf seinem inzwischen siebten Album servierte rhythmische Kost ist innerhalb der einzelnen Stücke oftmals von loopartigen Strukturen geprägt und erhält dadurch vordergründig eine gewisse Monotonie. In diesem Dunstfeld ist MONOLITH allerdings im Detail stilistisch nicht festgelegt, sondern durchaus variabel. So reduzieren sich die tonangebenden Industrialklänge nur sehr selten auf ausschließlich brachial verzerrte Elektronik (wie etwa beim leicht uninspiriert wirkenden „Molten Iron“), sondern finden ihre Höhepunkte in einigen atmosphärisch angereicherten Stücken (insb. dem Opener „Lost Planet“), dem treibenden Titeltrack sowie Songs wie „The Healer“ oder „The Curse“, in denen wieder orientalische bzw. Ethno-Samples verwendet wurden. Letztere sind für MONOLITH absolut charakteristisch geworden und haben Herrn van Wonterghem in Verbindung mit dem gleichnamigen Clubhit auch den Spitznamen „The Disco Buddha” eingebracht. „Terror Disco“ lässt dann sogar Elemente dieses besagten Titels leicht verfremdet wieder aufleben und auch „Dance Macabre“ schlägt noch in eine ähnliche Kerbe, bevor „The Sky Become Dark“ den regulären Teil perkussiv ausklingen lässt.

Unterm Strich zeugt „The Inner Core“ daher von einer routinierten Leistung, bei der man vereinzelte, etwas weniger zwingende Tracks verschmerzen kann, zumal die Fremdbearbeitungen das Album in jedem Fall noch einmal aufwerten (allen voran das großartige „The Sky Become Dub“ von LUSTMORD – der Name sagt alles) und es auf stolze 74 Minuten Laufzeit bringen.

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