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MONOLITHIC - Frantic Calm

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Artist MONOLITHIC
Title Frantic Calm
Homepage MONOLITHIC
Label CRISPIN GLOVER RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Hinter MONOLITHIC verbergen sich Stian Westerhus (guitar/vocals) und Kenneth Kapstad  (drums/vocals) aus Oslo/Norwegen. Wer nun meint, dass diese zwei Typen ja mit ihren Instrumenten herzlich wenig ausrichten können und höchstens halbe Bandstärke besitzen, hat die Rechnung ohne die beiden Skandinavier gemacht, die mit ihrem Zweitwerk „Frantic Calm“ absolut keine Gefangenen machen. Den Kollegen Kapstad kennt man ja u.a. bereits von seinem Arbeitsplatz hinter der MOTORPSYCHO-Schießbude und mit Stian hat er sich einen echten Schreihals ins Haus geholt.

Was aber keinesfalls zum Schaden sein muss, wie bereits der verstörende Opener „Into Dust“ zu verstehen gibt. Gut, wer es gern melodiös und eingängig hat, wird hier nicht sein Seelenheil finden, aber der noisige Stoner- und Metal-Fraktion müsste bei all dem Geknüppel und Gegrowle alsbald das Herz aufgehen. „Cry Out“ klingt mit seinem stoischen Schlagzeug fast schon zahm, doch die angepissten Vocals und der wütende Sechssaiter wissen es besser. Derweil scheppert „No Way Out“ zunächst einmal mit vermeintlich halber Kraft aus den Boxen, denn nur weil das Duo die Geschwindigkeit drosselt, ist das Ergebnis nicht unbedingt weniger kraftstrotzend. „Payback“ schließt sich dem mit einer tonnenschweren Instrumentierung an, unter der die ‚Gesangs’-Parts eindeutig in den Hintergrund rücken. Mit dem rasanten „Nemesis“ geht’s alsbald wieder in die Vollen und mit dem finalen „Cut“ knacken die Herrschaften einmal mehr die Acht-Minuten-Marke und gniedeln ein letztes Mal nach allen Regeln der Noise-Kunst, um am Ende den geneigten Hörer ziemlich abrupt allein zu lassen.

Entstanden sind die sechs Songs bereits vor fünf Jahren. Damals haben MONOLITHIC ihren alten Toyota Hiace nach einer Tour kreuz und quer durch Europa vor dem Øra Studio in Trondheim geparkt und fast schon mit letzter Kraft ihre Tracks aufgenommen. Heuer wurden sie wieder ausgegraben, noch ein bisschen entstaubt und schon haben wir „Frantic Calm“. Eine Sparkassen-Betriebsfeier lässt sich damit zweifellos nicht beschallen lässt, aber in raueren Kreisen abseits des Mainstreams wird man an dem Silberling garantiert Gefallen finden.

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