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MONOPOL - Mein erstes Monopol Album

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Artist MONOPOL
Title Mein erstes Monopol Album
Homepage MONOPOL
Label CAPITOL EAST ROAD RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

MONOPOL kommen aus Hamburg, sind zu viert und machen deutschsprachigen Indie-Pop. Angefangen hat alles 2006 an der Uni Paderborn, wo das Quartett „Populäre Musik und Medien“ studierte und ihm Rahmen eines Projektes MONOPOL gründete. Inzwischen sind Johannes Kerkloh (Gesang & Gitarre), Daniel Bonanati (Schlagzeug), Alexander Meyer (Bass) und Tilman Rautenstrauch (Piano) in der Freien und Hansestadt zu Hause und waren im Studio, um „Mein erstes Monopol Album“ einzuspielen.

Insgesamt zwölf Songs sind es geworden, die sich vom „klassischen“ Indie insofern unterscheiden, als dass Tilmans Piano einen nicht unerheblichen Platz im MONOPOL-Sound einnimmt. Beim Opener „Wind“ dominiert allerdings zunächst ein druckvoller Bass neben knackigen Harmonien und Lyrics zwischen BLUMFELD und SELIG. „Eines Morgens“ schließt sich mit vertrackten Rhythmen an, bevor das flotte „Zerstörung“ wieder eingängiger rüberkommt. Der „Krieg im Weltraum“ wird am Piano ausgefochten. Nach einem verhaltenen Start kommt langsam Fahrt in die Geschichte, während „Zu jung, um den Scheiß zu akzeptieren“ wieder groovt. Hier und da klingt das Ganze sogar ein wenig jazzig, wohingegen sich „Puls“ erneut auf gefühlvolles Klavierklimpern verlegt, bis die Gitarrenfraktion eingreift und gelegentlich einen krachenden Riff einstreut. Bei „Nenn’s irgendwie“ darf sich das Schlagzeug in den Vordergrund spielen, die Kollegen schließen sich harmonieverliebt an und auch „Die Zeit“ übt sich in großen Gefühlen, die vermittels melancholischer Akkorde zum Ausdruck gebracht werden. Da lässt das experimentierfreudige „Wenn es dir wichtig ist“ aufhorchen. Hier sind MONOPOL mal nicht auf Schmusekurs und geben sich sogar recht rockig. Mit „Steil“ kehrt der Vierer jedoch wieder zum Piano-Indie-Pop zurück und auch „Zweifel“ geht diesen Weg – mit erhöhtem Tempo – weiter. Bleibt noch „Wir sind frei“, das zum musikalischen Befreiungsschlag ausholt. Hier darf noch mal gegniedelt und gefrickelt werden und ich frage mich, an welche Band mich dieser Track jetzt erinnert.

Da liegt nämlich das Manko von MONOPOL. Die Jungs machen durchaus schönen Indie-Pop, nur habe ich beim Hören der Scheibe immer wieder überlegt, wo ich das jeweilige Lied schon mal so oder ähnlich gehört habe. Okay, im Jahr 2008 ist es wohl auch nicht so einfach, wirklich neue Musik zu machen und die weibliche U25-Zielgruppe wird sicherlich Gefallen finden an den MONOPOListen.

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