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MONSTRUM SEPSIS - Doors & Windows

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Artist MONSTRUM SEPSIS
Title Doors & Windows
Homepage MONSTRUM SEPSIS
Label WTII RECORDS
Leserbewertung
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Aus dem amerikanischen Hause WTII Records kam dieser Tage eine neue Remix-CD der elektronischen Art auch zu uns nach Europa. Da stellt sich einem erneut die Frage: Braucht die dunkle elektronische Musik überhaupt noch ein Remix-Album?

„Doors & Windows“ ist das mittlerweile dritte Album der Drei-Mann-Formation MONSTRUM SEPSIS und gleichzeitig ein Anhängsel der letztjährigen „Deep Sea Creatures“ VÖ. Rob Wentz, Dave Clay und Paul Karlik teilen sich die Programmierung, die Synths und das Sampling auf und scheinen dabei einen neuen Stil erforscht zu haben. (Dem einen oder anderen dürfte der Name Wentz von dem Projekt STROMKERN her bekannt sein.) Sollen die älteren Releases noch recht tanzbar und Futurepop-lastig gewesen sein, so ist „doors & windows“ von einem ruhigen, besinnlichen und sehr getragenem Stil geprägt. Die auffälligste Veränderung ist sicherlich das Fehlen von Gesang, alle Tracks sind reine Instrumentals. Unter den 11 Tracks befinden sich 5 exklusive bzw. unveröffentlichte Exponate. Den Rest bilden Remixe von mehr oder minder namhaften Größen. Mir ist leider nur das Projekt des gebürtigen Bielefelders Daniel Myer – HAUJOBB – ein Begriff, der nun schon seit geraumer Zeit in den USA lebt und dementsprechend mit einer Amerikanerin verheiratet ist.

Insgesamt ist die ganze Remixerei ja eine gleichsam positive als auch negative Angelegenheit. Einerseits kann man bekannte und geschätzte musikalische Ergüsse in einem neuen Gewand hören. Dies ist gerade als Bonus für die Fans nicht zu unterschätzen. Nicht zuletzt gehört es sowohl im Futurepop-Bereich als auch im EBM-Sektor zum Standardprogramm des Veröffentlichungs- und Promotion-Zirkus’ einfach dazu. In einem Fall wie diesem hier zeigt sich aber auch die Schattenseite der Remix-Praxis. Die Tracks sind ja allesamt ganz nett anzuhören, nur leider tritt keiner aus dem Schatten des anderen hervor. Es befindet sich leider kein einziges Stück auf „doors & windows“, was des expliziten Heraushebens Wert wäre. Eigentlich schade, aber vielleicht liegt es auch schlicht und ergreifend daran, dass ich mit dunkler Chill-Out-Mucke in der Art, wie sie z.B. nachts auf HR3 bei der Sendung „Flowmotion“ zu hören ist, nicht wirklich viel anfangen kann. MONSTRUM SEPSIS sind nicht schlecht, nur fehlt da einfach noch der rechte Kick und das Gefühl, dass etwas im Ohr hängen bleibt…

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