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MOONEY SUZUKI - Have Mercy

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Artist MOONEY SUZUKI
Title Have Mercy
Homepage MOONEY SUZUKI
Label EXILIA RECORDS
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Bereits seit zehn Jahren existieren MOONEY SUZUKI, diverse Silberlinge sind schon auf dem Markt und doch entstand „Have Mercy“ in einer Phase, als überhaupt nicht klar war, ob es die Band überhaupt noch geben würde und zu einem Zeitpunkt, zu dem das damalige Label V2 abgewickelt wurde. Beileibe nicht die besten Voraussetzungen für kreative Schübe. Von derlei Unbill zeigte sich Mastermind Sammy James jr. jedoch erstaunlich unberührt und katapultiert uns dermaßen zurück in die Vergangenheit, dass man sich wie auf einer Zeitreise fühlt.

Nicht nur, dass das New Yorker Quartett wie den Seventies entsprungen ausschaut, sie klingen auch genauso. Der Opener „99%“ (nach Bandaussage bestehen die Songs aus 1% Inspiration und 99% Schweiß) führt mit Hand Claps und „nah-nah-nah“-Chorus gleich mehrere Jahrzehnte in die Vergangenheit ohne dabei an Frische zu verlieren. „The Broken Heart“ gefällt mit groovigen Sounds, dann entführen uns „Adam & Eve“ mitsamt an JETHRO TULL erinnernden Flötenklängen gar in die Sechziger. „Asher“ vertraut auf Hippie-Style kombiniert mit Südstaaten-Gitarrenriffs. Das „Rock And Roller Girl“ dürfte auch schon bei unseren Eltern als perfekter Schmusesong funktioniert haben, der Schmalz tröpfelt so herzallerliebst, dass es schon wieder Spaß macht. „First Comes Love“ erinnert mich an ELTON JOHNs „Crocodile Rock”, wohingegen “Mercy Mercy Me” mit einem schrägen Start punktet, der Song hat was Geheimnisvolles, das seine Auflösung in fröhlichem Klaviergeklimper findet. Damit geht’s auch bei „Good Ol’ Alcohol“ weiter. Der Dixie-Hymne auf den flüssigen Lustigmacher fügen MOONEY SUZUKI noch Tuba und Klarinette hinzu, nicht fehlen darf ein sehr nach Kneipe klingender Chorgesang. Ein anderes Kaliber ist „Prime of Life“, welches für die Melancholie auf der Langrille zuständig ist. Bei „Down (But Not Out)“ kommt dann noch eine Pedal Steel Guitar zum Einsatz und beschert so ein recht vergnügliches Ende.

Mehr Retro ist unmöglich! Die Jungs scheinen in einer Zeitschleife zwischen 1965 und 1975 festzustecken. Wobei das Ganze durchaus einen gewissen Unterhaltungswert hat und man sich beim Zuhören dabei erwischt, fröhlich mit dem Fuß im Takt mitzuwippen.

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