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MOONRISE - Blackest Blue

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Artist MOONRISE
Title Blackest Blue
Homepage MOONRISE
Label AF MUSIC/ DANSE MACABRE
Leserbewertung
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8.2/10 (5 Bewertungen)

Wer im letzten Jahr schnell genug war, konnte „Blackest Blue” als kostenlosen Download über die bandeigene Homepage beziehen. Diese Zeiten sind zwar vorbei, aber dafür gibt es das fünfte MOONRISE-Werk nun flächendeckend und auch als physische VÖ zu erwerben. Seit den Neunzigern macht die Hamburger Kapelle Goth Rock mit wavigem Einschlag und wechselt dabei schon mal von englischen Texten ins Deutsche.

So geschehen bei „Nichts gespürt“ – eine Nummer, die ein bisschen Deutschrock-Feeling aufkommen lässt, während die übrigen Songs doch deutlich stärker in schwarzen Gefilden zu Hause sind. Der Titeltrack „Blackest Blue“ verbindet entsprechend atmosphärische Keys mit treibenden Gitarren, nur hätte der Gesang von Timo Peter durchaus mehr Lebhaftigkeit vertragen. Der Herr versucht es stattdessen mit jeder Menge Pathos, was leider auf Dauer ein klein wenig anstrengend wird. Gleiches gilt für die sehr melancholischen Stücke der Langrille wie „Semi Demonic Pleasures“, „Kiss of The Moon“ oder „Embrace“, die in ihrer geballten Form schlicht und ergreifend für eine gewisse Langatmigkeit sorgen. „For Her Love We Cry“ bringt immerhin die Langäxte wieder weiter nach vorn, während bei „Crucify“ neben mönchsartigen Gesängen auch leichte Nu-Metal-Einflüsse festzustellen sind. Genretypische Synthies bestimmen hingegen „7 Years“ und „Regrets“ und auch „Through Mists I Walk“ setzt auf bewährte schwermütige Zutaten, die dem Gros der Schwarzkittel-Fraktion auch schmecken dürften, bevor elektronische Streicher das finale „Paula“ einläuten. Hier ziehen die Jungs noch mal alle emotionalen Register und vergessen dabei nicht, Gas zu geben.

Insgesamt hinterlässt „Blackest Blue“ allerdings einen etwas faden Beigeschmack, ganz einfach weil MOONRISE zu sehr in seichten Gewässern dümpeln und nicht aus dem Quark kommen. Damit wird’s auf Dauer etwas langweilig, es sei denn man braucht dringend einen geeigneten Soundtrack für die aktuelle Depression.

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