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MOONRISE - cursed

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Artist MOONRISE
Title cursed
Homepage MOONRISE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Seit 1994 existiert MOONRISE nun bereits in der Musikwelt und ich war überrascht zu lesen, dass sie bisher lediglich Demo-CDs auf den Markt gebracht haben. Vielleicht mag es daran liegen, dass die Besetzung der Band nicht konstant blieb. Immerhin konnte man im Jahr 1997 bereits ein Demo aufnehmen, bei dem Nina Helbig und Peter Heppner (WOLFSHEIM) als Gastsänger fungierten.

Nun liegt mir die aus dem Jahr 2002 datierende Veröffentlichung „cursed“ vor, die vier Songs der Band beinhaltet, welche man im übrigen auch auf der Bandhomepage als MP3 downloaden kann. Und wieder stellt sich mir die Frage, warum MOONRISE bisher noch kein Label für ein komplettes Album in der Hinterhand haben, denn der Gothic-Rock mit wavigen Einflüssen würde sicherlich viele Anhänger finden. Die sympathische Stimme des Sängers Timo Peter, der u.a. auch live mit AURORA SUTRA auftritt, integriert sich perfekt in die Songs der Band. Dazu kommen Keyboarder Kalli Haas (ebenfalls bei XTITANS) und die übrigen drei Bandmitglieder an Bass, Gitarre und Drums.

Heraus kommt Musik, die durch atmosphärische Keyboards, perfekte Melancholie, fordernde Bässe und wunderschöne Melodien besticht. Man versteht es, aussergewöhnliche Balladen wie „firestorm dance“ oder auch fetzigere Rockstücke á la „the curse“ zu produzieren. Unter den vier Tracks auf dem Demo befindet sich auch ein deutsches Stück namens „Das Messer“: Sehr melancholisch und mit treffendem Text bezüglich dem emotionalen Spektrum der Menschheit ausgestattet. Die restlichen drei Tracks wurden in Englisch aufgenommen. Track Nr. 2 – „firestorm dance“ – ist wie gesagt eine wunderschöne Ballade mit „sanften“ Gitarren und einer traumwandlerischen Melodie. Dabei erinnert mich Timos Stimme etwas an Wayne Hussey von THE MISSION bei ähnlich gelagerten Songs. „The Curse“ als drittes Stück beginnt auch wieder ruhig, wird dann jedoch schnell rockig, mit aggressiveren Gitarren und akzentuiertem Keyboard-Einsatz. Gesanglich jedoch bleibt es ruhig und gelassen. Als letztes Stück ist „When i see you“ auf der CD verewigt. Dieses Stück erschien im März 2004 noch einmal in einer neuen, tanzbareren Version, womit man bereits beachtliche Erfolge feiern konnte. In diesem Song beweisen MOONRISE auch ihre Clubtauglichkeit, man wird geradezu zur Bewegung gezwungen.

MOONRISE werden beim Zillo-Newcomercontest 2004 auftreten und ich bin mir sicher, dass sie dadurch ihre Anhängerschaft vergrößern werden. Die Musik ist ganz einfach gut arrangiert und daher denke ich, dass sie bald auch außerhalb Hamburg und Umgebung Erfolge feiern können. Und wer weiß, vielleicht wird bei dieser Gelegenheit auch das passende Label auf sie aufmerksam. Ich wünsche ihnen jedenfalls viel Glück!

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