Band Filter

MOONSPELL - Under Satanae

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MOONSPELL
Title Under Satanae
Homepage MOONSPELL
Label SPV/ STEAMHAMMER
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Den großen Durchbruch schafften die Dark Metaller aus Portugal mit dem Album „Wolfheart“ und der gemeinsamen Tour mit MORBID ANGEL. Nach einigen experimentellen Ausflügen gehen MOONSPELL mittlerweile (wieder) düsterer zu Werke. Dadurch inspiriert hat Fronter und Bandkopf Fernando Ribeiro mit seinen Mitstreitern die alten Songs der Pre-„Wolfheart“-Phase neu aufgenommen und dabei neben dem Debüt „Under the Moonspell“ und dem „Anno Satane“-Demo mit „Serpent Angel“ auch den allerersten MOONSPELL (bzw. damals noch MORBID GOD) – Track ausgegraben und auch gleich die alten Pseudonyme und das alte Logo wieder abgestaubt.

Los geht es nach dem Intro mit dem Stampfer „Tenebrarum Oratorium“. Vibrierende Tribal-Drums und symphonische Keys leiten diesen Song schön düster und wuchtig ein. Dann pumpt sich der Track mit amtlichen Riffings melodisch und kraftvoll nach vorne und beeindruckt besonders durch die vielseitigen Vocals von Langsuyar (wie sich Fernando hier wieder nennt), dessen kraftvolle Growls und pompöse, cleane Gesänge unverkennbar wie eh und je sind. Im zweiten Teil des Songs kehren MOONSPELL dann die Black Metal-Seite nach vorne, geben auch mal ordentlich Blast Gas, ohne dabei den mystischen und melodischen Einschlag zu vernachlässigen. Langsuyar spuckt dabei Gift und Galle, wie seit Jahren nicht mehr, erzeugt mit seinen bedrohlichen Gesängen auch wieder die typische, dunkle Atmosphäre, die man aus früheren Zeiten gewohnt ist. „Opus Diabolicum“ steht dieser Kombination aus Boshaftigkeit und Mystik in nichts nach und erhält durch die Neueinspielung ebenfalls noch einmal ordentlich Schub bei der Wucht der Gitarren und Drums. Wahrlich großartig ist zudem auch die Entwicklung der Demo-Titel wie „Goat on Fire“ oder „Ancient Winter Goddess“. Schon damals hatten MOONSPELL das gewisse Händchen für Theatralik, Mystik und Black Metal-Härte. Die Entwicklung des spielerischen Niveaus kommt auch diesen Songs zu Gute, so dass diese sich ohne weiteres gut in das aktuelle Set der Südländer einfügen würden. Ein wahres Schmankerl dürfte das abschließende „Serpent Angel“ sein, denn wie das Demo ist dieser Song aus der MORBID GOD-Phase eigentlich gar nicht mehr im Original zu finden. Zu Beginn war die Band noch sehr dem Black Metal inkl. satanischen Texten und Image zugeneigt und auch wenn sich das äußerlich geändert hat, zeigen MOONSPELL mit dieser Neueinspielung imposant, dass sie dazu immer noch stehen und dies auch eindrucksvoll musikalisch umsetzen können.

Nun wird abzuwarten sein, inwiefern sich diese Neuentdeckung vergangener Glanzzeiten auf die neuen Songs und Shows auswirken wird. Gut scheint den Südeuropäern dies auf jeden Fall zu tun, wie man auf dem Wacken 2007 sehen konnte. Und uns kann es nur recht sein, war die Phase bis „Irreligious“ ohne Frage bislang die beste von MOONSPELL.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

MOONSPELL - Weitere Rezensionen

Mehr zu MOONSPELL