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MORLAS MEMORIA - Follow The Wind

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Artist MORLAS MEMORIA
Title Follow The Wind
Homepage MORLAS MEMORIA
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Nach einigen kleineren Festivalauftritten und als Vorband von STAHLMANN, ZERAPHINE, OSTFRONT oder den UNTOTEN konnte sich die junge symphonic Gothic Metal-Band MORLAS MEMORIA aus Dresden schon einen gewissen Namen in der Szene machen. Mit ihrem ersten, in Eigenproduktion verlegten Album namens „Follow The Wind“ gelingt es den 6 Sachsen, ein solides, sauber produziertes und in Anbetracht der Herstellungsweise sehr gutes Debutalbum vorzulegen. Zu dem Titelstück „Follow The Wind“ wurde gar ein Video produziert und ein kleines Festival namens „Düsterfest“ ins Leben gerufen, um noch unbekannten Bands die Chance auf Auftritte zu ermöglichen.

Musikalisch gestaltet wird die Musik von MORLAS MEMORIA durch den Gesang und die Querflötensoli Leandra Johnes, die mit ihrer sonoren Stimme zwischen Mezzosopran und Alt gesangliche Höhen und Tiefen erreichen kann, was die melancholischen Melodien trägt. Sie schrieb dazu noch die Texte der 10 Stücke. Theo Johne an Gitarre und im Hintergrundgesang fungiert als Komponist und das Ganze wird von Eric Neufeld an der Gitarre, Sebastian Leibe am Bass, Tobias Ullmann am Keyboard und Samuel Claus am Schlagwerk eingespielt. Gemixt, gemastert, produziert und aufgenommen wurde „Follow The Wind“ von Peter Vanselow und Christian Glaubig im Silent Sound Studio Dresden. Musikalisch veredelt wurde die aufwendige Produktion noch durch einen Chor und echte Streicher (also solche, die nicht im Synthesizer wohnen).

Das Werk kommt mit 10 Stücken daher, die zwischen Wehmut, Melancholie, Trauer und einem zarten Ausdruck hin und her schwingen, dabei aber nie den Metal-Hintergrund verleugnen und mit treibenden Riffs und guter Schlagwerkarbeit voran gehen, aber auch wehmütig verweilen lassen. Referenzen zu nennen fällt schwer, denn einige Stücke und Klänge erinnern an TARJA TURUNEN und ältere NIGHTWISH-oder EDENBRIDGE-Produktionen. Auch EPICA und WITHIN TEMPTATION kann man als Referenzen anführen. Musikalisch hat der geneigte Hörer eine erstaunliche Bandbreite vor sich mit Querflöte, symphonischen Arrangements, Cello, Glockenspiel und klassischen dunklen Gothic Metal-Flächen gibt es was Gutes auf die Ohren. Anspieltipps: „Medusa‘s Tale“, „Circle of Creed“, „The Mirror“, „Impetus“ (mit lateinischer Lyrik) und „Ohne Probe“ (auf Deutsch).

Bleibt noch das wunderschön und grafisch hochwertig gestaltete Design des Booklets (Ulli Frühaber), der DVD-Verpackung und der Fotos der Bandmitglieder (Sandra van Drake) zu erwähnen. Rundherum ein mehr als gelungenes Debutalbum. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass den 6 Sachsen Erfolg beschieden sein wird und man noch mehr von ihnen hören kann. MORLAS MEMORIA spielen female-fronted symphonic Metal in hoher Qualität. Für Fans des Genres also eine dringende Hörempfehlung!

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