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MORNING AFTER - Beneath the Real

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Artist MORNING AFTER
Title Beneath the Real
Homepage MORNING AFTER
Label BLACK LOTUS RECORDS
Leserbewertung
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„Diese Band wird Fans von HIM, LINKIN PARK, NICKELBACK und CREMATORY ansprechen, aber auch Anhänger klassischen Metals!“ Dieser Text – eigentlich als Promotion gedacht – wird gleichsam zur Grabschrift von MORNING AFTER, einem jungen griechischen Bruderpaar. Da es eierlegende Wollmilchsäue per Definition nicht gibt, kann hier eigentlich nur ein Missverständnis vorliegen und das ist schnell geklärt. Hier leiden offensichtlich die Enkel des Schriftstellers Lountemis an Größenwahn und das Label, das ihnen nach 6 Monaten Existenz bereits einen Plattenvertrag gab, gleich mit!

Das mag ja böse klingen, aber wer sich durch die Debütscheibe „quälen“ musste, wird mich verstehen. Dabei ist die musikalische Seite ganz in Ordnung, man fabriziert eine Art atmosphärischen Gothic Metal mit Nu Metal-Einschüben. Die Riffs sind zwar allesamt 08/15, versprühen aber dennoch einen gewissen Charme. Dann setzt aber der Gesang ein und ich eile von dannen, um mir Ohropax zu besorgen. Tasos versucht mit seiner Hauptstimme (es gibt noch die gegrunzte und die cleane Version) wie Johan Edlund von TIAMAT zu klingen, allerdings in der Müll-Ausgabe. Sorry, aber ich habe selten schlechtere Vocals auf einer regulären CD gehört. Unendlich grausam, besonders, wenn der Mann sich an höheren Tonlagen versucht wie bei „Let myself flow“. Dass die englische Phrasierung nicht passt, sei noch verziehen, aber er kann keinen Ton halten!

Damit hat sich diese CD für mich erledigt, wirklich. Ein reines Instrumentalalbum wäre da sicher um einiges besser gewesen als dieser Sellout, der von vorne bis hinten eine Beleidigung für unendlich talentiertere Demo-Bands darstellt!

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